So sollen ab dem 1. Januar Möglichkeiten geschaffen werden, damit Arbeitnehmer schneller bei Unternehmen eingestellt werden können, die mit einem Arbeitskräftemangel kämpfen. Die Abgaben dürften aber nur so gesenkt werden, dass sie auch weiterhin die finanzielle Deckung der Kranken- und Rentenkassen garantieren. Die Regierung wird in den kommenden fünf Jahren jährlich 16 Mrd. Forint, d. h. insgesamt 80 Mrd. Forint für Investitionen im Komitat Pest bereitstellen, das von EU-Geldern weitgehend ausgeschlossen ist. Investitionsvorbereitungen sollen in schnellerem Tempo erfolgen. Weiterhin wird die Regierung über den Abbau bürokratischer Hindernisse des staatlichen Wohnungsbauprogramms (CSOK) beraten. Das diesjährige Wachstum kann laut Varga bei ca. 2,5% gehalten werden, die Daten der ersten beiden Quartale zeigen, die ungarische Wirtschaft befindet sich nachhaltig auf der Wachstumsbahn. Unter den 28 EU-Mitgliedsstaaten erzielte Ungarn im II. Quartal das zweithöchste Wachstum. Auch der Staatshaushalt befindet sich in einer seit langem nicht mehr dagewesenen guten Lage. Das Haushaltsdefizit dürfte in diesem Jahr unter 2% landen. Parallel dazu sinken die Staatsschulden vielleicht sogar unter 75% am BIP. Am Arbeitsmarkt ist die Erwerbslosenquote unter 5% gefallen, es gibt 50.000 Stellenangebote am Markt sowie 45.000-50.000 unbesetzte Stellen für ABM-Kräfte. Über Regierungsmaßnahmen zur Mobilisierung der Arbeitskräfte hinaus ist die Beschleunigung von Umschulungsprogrammen, das Vermitteln von marktfähigem Wissen auch für Erwerbslose nötig, betonte Varga.

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