Die Regierung verfolgt das Ziel, ein Berufsausbildungssystem von hohem Niveau auszugestalten, das imstande sein soll, in der Gesellschaft den Rang und Respekt des Erlernens von Berufen wiederherzustellen. In diesem Sinne wurden die Steuerung der Berufsausbildung zentralisiert, ein neues Gesetz verabschiedet, Berufsbildungszentren eingerichtet, die Ausbildungsform der dualen Ausbildung gefördert und die Unterstützung praktischer Ausbildungsgänge neu gestaltet. Dazu gehört, dass nun auch Fachgymnasien und Fachmittelschulen ein Abitur geben, womit der frühere Charakter der Berufsausbildung als eine Art Sackgasse aufgehoben wird, weil das Tor zu Hochschulstudien nunmehr offen bleibt. In den Fachgymnasien wird nicht nur die Stundenzahl der beruflichen Ausbildung und Spezialisierung erhöht, sondern der OKJ-Abschluss auf den Zeitpunkt des Abiturs vorgeholt, der früher erst am Ende der Ausbildung zum Techniker möglich war. Stipendien für Schüler in Mangelberufen können in den Fachgymnasien bis zu 50.000 Forint monatlich erreichen und noch durch Zuwendungen aus einem dualen Lehrvertrag aufgestockt werden.

Das Berufsausbildungssystem des Fidesz hat nur Verunsicherung und Chaos erzeugt, erklärte die Bildungspolitikerin der MSZP, Ágnes Kunhalmi, auf einer Pressekonferenz am Montag. Heute müssen die Schüler schon im Alter von 14 Jahren eine Entscheidung treffen, die sich auf ihr gesamtes weiteres Leben auswirken wird. Wegen der „verdummten“ Berufsausbildung nehme der Arbeitskräftemangel in Ungarn ständig zu.

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