„Würden wir uns nicht unter den zehn stärksten Nationen in der Geschichte der Olympischen Spiele befinden, hätten wir ausgehend von unserer Größe und unserer Wirtschaftskraft keine Chance, der Welt ernsthaft darzulegen, warum sie 2024 nach Budapest kommen soll, wenn sie Olympia erleben möchte“, argumentierte er. Die Ungarn hätten sich die Ausrichtung dieses sportlichen Großereignisses mit ihren in den vergangenen 100 Jahren gezeigten Leistungen verdient, fügte der Ministerpräsident hinzu, der an den Fakt erinnerte, dass unter den zehn erfolgreichsten Sportnationen einzig Ungarn noch nie Gastgeber der Olympischen Spiele war. Bei einer im Ungarischen Haus in Rio de Janeiro auf Englisch gehaltenen Rede versprach Orbán, die Spiele zu einem einzigen „gewaltigen Sportfestival“ zu arrangieren. Der Zuschlag für Budapest würde die Olympischen Spiele erstmals nach Mittelosteuropa bringen und mittelgroßen Bewerberstädten mit mittelgroßem Budget Hoffnung für die Zukunft geben. IOC-Präsident Thomas Bach sagte, Ungarn sei in Hinsicht auf seine Bevölkerung zwar klein, aber im Sport und dessen Management ein Riese. Der Funktionär würdigte die Wahl des ungarischen Schwimmers Dániel Gyurta in den Sportler-Ausschuss des IOC. Zur Präsentation der ungarischen Bewerbung für 2024 merkte Bach an, die Ungarn hätten verstanden, wovon die Agenda 2020 handle. Auf einer internationalen Pressekonferenz zur Präsentation der ungarischen Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024, die in der letzten Woche der Olympischen Spiele in Rio stattfand, versprach der Vorsitzende des Organisationskomitees, Balázs Fürjes, eine kompakte und überschaubare Ausrichtung, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle. Budapest sei ein zuverlässiger Veranstalter, der ein sicheres Umfeld bieten könne. Sollte im kommenden Jahr in Lima die Wahl auf Budapest fallen, würde nicht nur Ungarn, sondern die gesamte Region Mittelosteuropas zum ersten Mal Gastgeber Olympischer Spiele sein können.

TOP10 knapp verfehlt

Ungarn hat die XXXI. Olympischen Spiele von Rio de Janeiro auf Platz 12 der Länderwertung beendet. Die Delegation mit 160 Sportlern gewann insgesamt 8 Gold-, 3 Silber- und 4 Bronzemedaillen. Die USA gewannen die Länderwertung haushoch vor Großbritannien und China, mit 9x Gold hätte Ungarn jedoch bereits einen Platz unter den TOP10-Sportnationen belegen können. Die „goldenen“ ungarischen Sportler waren die Schwimmerin Katinka Hosszú und Kanutin Danuta Kozák mit jeweils 3x Gold, deren Partnerin Gabriella Szabó mit 2x Gold, die Fechter Emese Szász und Áron Szilágyi sowie als weitere Teammitglieder des Vierer-Kajaks Tamara Csipes und Krisztina Fazekas-Zur. Silber und Bronze wurden jeweils 2x von Schwimmern und je 1x von Fechtern geholt, die vierte Bronzemedaille war gleichzeitig die einzige Medaille ungarischer Leichtathleten, die Anita Márton im Kugelstoßen holte. Die als Mitfavoriten gewerteten Wasserballteams kamen auf den 4. (Frauen) bzw. 5. Platz (Männer), im Judo und Ringen sowie bei den Sportschützen war Platz 5 das höchste der Gefühle.

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