Der 57,1 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel wurde nach 17-jähriger Bauzeit am 1. Juni 2016 feierlich eröffnet. Nach der Fertigstellung des bahnbrechenden Bauprojekts soll sich die Fahrzeit im Personenverkehr zwischen dem deutschsprachigen Zürich und Mailand ab Ende des Jahres um etwa eine Stunde verkürzen. Ungefähr 2.600 Mitarbeiter aus zahlreichen Ländern waren am Pionierprojekt beteiligt. Die Ausstellung bietet Einsicht in die geschichtlichen, wirtschaftlichen und technischen Dimensionen des längsten und auch am tiefsten liegenden Eisenbahntunnels der Welt. Insgesamt steht der Gotthard-Basistunnel symbolisch für die unternehmerische Innovation und Qualität der Schweizer Eisenbahn, und bedeutet einen großen Beitrag zum europäischen Handel.

Eine Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa

„Der Handel zwischen der Schweiz und Italien erfolgt zu 70 Prozent durch Transportzüge, während zwischen vielen anderen europäischen Ländern die Waren im gleichen Anteil auf der Autobahn transportiert werden“, unterstreicht Filippo Lombardi, Ständerat aus dem Tessin (Mitglied des Schweizerischen Senats). Die Entstehung von neuen Eisenbahnverbindungen stehe somit im Interesse eines ökologischeren Wirtschaftsmodells. Durch die lange Tradition von technischen Errungenschaften im Eisenbahnbau habe die Schweiz gezeigt, dass Berge nicht zwangsweise eine Trennung sind, sondern auch Menschen miteinander verbinden können, sogleich man diese zu durchqueren weiß.

Die europäische Dimension der neu entstandenen Zugverbindung bot einen gebührenden Rahmen für das Zentenarium der 1916 gegründeten Auslandsschweizer-Organisation. Die Organisation wurde während des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen, um die Interessen der im Ausland lebenden Schweizer zu vertreten. „Wir feiern den Mut, ins Ausland zu gehen und dort innovativ mitzuwirken“, verkündete Lombardi, Vizepräsident der ASO. Der Pionier Abraham Ganz, der heute zu den 762.000 Auslandsschweizern gehören würde, verbindet bis heute die Schweiz mit Ungarn und leistete einen bedeutenden Beitrag zur Industrialisierung Ungarns im 19. Jahrhundert.

„Erstklassige Investitionen in Ungarn“

„Die wirtschaftlichen bilateralen Beziehungen sind sehr wichtig für beide Regierungen, die die bestehenden guten Beziehungen behalten und weiter stärken möchten.“ – sagte Jean-François Paroz, Botschafter der Schweiz in Ungarn. Die Schweizer Investitionen in Ungarn stellen eine Win-win-Situation dar, da bestimmte Firmen nur hierzulande ihre Produktion erweitern können, wodurch wertvolle Arbeitsplätze entstehen. Die erstklassigen Investitionen verdanke man auch den hoch qualifizierten ungarischen Arbeitnehmern. Lombardi betonte, dass die Beziehungen auf gegenseitigem Verständnis und Respekt beruhen.

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