Der Grand Prix von Ungarn wird seit 1986 ausgetragen. Es war das erste motorsportliche Großereignis im damaligen Ostblock und zog bei der Premiere an den drei Veranstaltungstagen 260.000 Zuschauer an. Mit dem Gang hinter den „Eisernen Vorhang“ ging die Rennserie ein Risiko ein – und wurde zur Erfolgsgeschichte. Viel verändert hat sich allerdings in den knapp 30 Jahren nicht an der Rennstrecke. In den kommenden Jahren soll der Hungaroring jedoch modernisiert werden.

Er befindet sich an der nordöstlichen Grenze von Budapest in der Ortschaft Mogyoród. Die Piste dort ist aber nicht jedermanns Gusto. Sie ist mit ihren 14 Kurven auf 4.381 Kilometern eine Herausforderung. Wegen ihrer engen Streckenteile und scharfen Kurven ist es schwer, hier zu überholen, deshalb wird der Hungaroring oft mit dem Stadtkurs in Monaco verglichen. Die fast immer hochsommerlichen Temperaturen verbunden mit einem 70 Runden andauernden, verhältnismäßig langen Rennen, führen dazu, dass die Fahrer teilweise bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangen, wenn sie sich nicht optimal vorbereitet haben.

Hamilton hinter Rosberg

Und im Juli wird es schwierig mit extra Vorbereitungen, so scheint es. Denn in diesem Monat geht es für die Formel-1-Piloten Schlag auf Schlag. An den fünf Wochenenden im Juli gibt es satte vier Rennen. „Das ist für alle in der Formel 1 eine Herausforderung“, erklärt Jenson Button.

Der Hungaroring ist bekannt dafür, dass auf der Bahn große Durchbrüche gelingen. Die späteren Weltmeister Damon Hill, Fernando Alonso und Jenson Button feierten hier ihre ersten Grand-Prix-Siege. Michael Schumacher und Lewis Hamilton haben auf dem Hungaroring jeweils viermal gewonnen. Siebenmal stand Schumacher am Stadtrand von Budapest auf der Pole Position. In einem völlig verrückten Ungarnrennen mit Pech und Patzern bei den beiden Silberpfeilen hatte Sebastian Vettel 2015 einen grandiosen Sieg eingefahren. Momentan steht Nico Rosberg auf Platz eins der Tabelle. Ob das nach dem Grand Prix in Ungarn so bleiben wird? Jedenfalls wird es ein spannendes Rennen, da Lewis Hamilton nur zehn Punkte hinter Rosberg liegt. Vielleicht könnte das Rennen in Ungarn also einiges ändern.

Das Wichtigste zum Großen Preis von Ungarn

Am 22. Juli fängt das Training für die Fahrer an, am 24. Juli, einem Sonntag, findet das Rennen ab 14 Uhr statt. Während der Formel-1-Tage fährt alle 15-30 Minuten ab Árpád híd ein Shuttlebus der Budapester Verkehrsbetriebe kostenlos, sofern man eine Eintrittskarte besitzt, zum Hungaroring.

Tickets gibt es unter www.f1.com ab 52.000 Forint.

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