„Eine parallele Existenz geboren aus vielfarbigen Träumen, das Paradies auf Erden, eine Märchenwelt“ – mit diesen Worten beschreiben Besucher und Veranstalter das seit 2004 jährlich in Zentralungarn stattfindende O.Z.O.R.A. Festival. Ganze sieben Tage im Jahr kommen hier bis zu 60.000 Anhänger des Psytrance, auch GOA oder GOA-Trance genannt, zusammen. Ihren Ursprung hat dieses Subgenre der elektronischen Musik, das sich durch melodische Klänge und hypnotische Bässe auszeichnet, in den 80er-Jahren im indischen Bundesstaat Goa. Ihre Anhänger sind die Hippies von heute: Ihnen ist „Liebe und Respekt für alle Wesen und Mutter Erde“ wichtig, so verspricht es die Webseite des O.Z.O.R.A. Festivals.

Doch zur Wundermischung des O.Z.O.R.A. Festivals gehört auch eine Prise Bewusstseinserweiterung und Spiritualität: Da werden kosmische Energien durch Musik und Tanz freigesetzt und – manchmal sicher unter Zuhilfenahme von Substanzen – das Einssein mit der Natur zelebriert. Das Musikfestival bietet neben Musikperformances einige außergewöhnliche Programmpunkte: So kann man etwa in Workshops uralte Kunsthandwerkstechniken, Bewegungsformen oder Heilmethoden erlernen, es werden aber auch exotische Traditionen und Lebensweisen vorgestellt, die versprechen, das alltägliche Leben zu bereichern. „In diesem Programmbereich haben wir in den letzten Jahren einen immer größeren Bedarf festgestellt“, erklären die Veranstalter.

Line-up den Anfängen der Szene gewidmet

2016 heißt es im Musikprogramm des Festivals: zurück zu den Wurzeln. Das Line-up ist in diesem Jahr gefüllt mit internationalen Stars dieser Musikszene, insbesondere solchen, die zu den Pionieren und Wegbereitern des Genres zählen. Darunter etwa der jamaikanische Meister des Reggae und Dub, Lee „Scratch“ Perry oder auch Goa Gil, ein US-amerikanischer DJ, der als einer der Ersten die musikalischen Traditionen des Westens mit denen des Ostens zum Goa-Trance verschmolzen hat. Doch auch weitere Djs, Produzenten und Musiker, die mit der Geschichte der elektronischen Musik – vom Acid House über den Techno bis hin zu Goa, Psytrance und Ambient – eng verbunden sind, folgen in diesem Jahr der Einladung der Veranstalter: Dazu zählen etwas Emmanuel Top (FR), Mix-master Morris aka. Irresistible Force (UK), Alex Paterson of Orb (UK), Biosphere (NO), Murcof (MX), Simon Posford and Raja Ram of Shpongle (UK), Astral Projection (IL) oder Etnica (IT), um hier nur einige zu nennen.

Das Festival hat sich als Veranstaltungsort ein gottverlassenes Fleckchen Erde ausgesucht. Die Gemeinde Ozora, nach der das Festival benannt ist, liegt westlich von Budapest in der Region Südtransdanubien und wird den Rest des Jahres gerade einmal von rund 1.500 Menschen bevölkert. Über die M6 in Richtung Süden ist der Veranstaltungsort, der zum Komitat Tolna gehört, mit dem Auto in gut anderthalb Stunden zu erreichen. Doch die Veranstalter empfehlen den Zug: Es gibt günstige, reguläre Verbindungen, die vom Budapester Déli palyáudvar aus verkehren und in Simontornya halten. Von hier kann man den Festivalshuttleservice nutzen.


O.Z.O.R.A. Festival

Dauer: 1. bis 7. August 2016

Veranstaltungsort: 7015 Ozora, Dádpuszta, GPS: 46°46’12″N 18°26’12″O

Eintritt: Festivalticket bis zum 15. Juli 130 Euro, danach 150 Euro / Wochenendticket 130 Euro

Weitere Informationen finden Sie unter: www.ozorafestival.eu

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