Wie viele Stunden benötigt wohl ein Flugzeug für die Strecke Budapest-Toronto? Wie viele Tonnen wiegt ein Fracht liefernder Boeing 747 Jumbojet, wenn er ordentlich beladen ist? Wer war der russische Milliardär, der eine ganz besondere Lackierung für sein gigantisches Privatflugzeug bestellte? Auf solche und ähnliche interessante Fragen finden Besucher Antworten, die die auf dem Dach des Terminal 2A an Ungarns Hauptstadtflughafen befindliche Aussichtsplattform aufsuchen.

Die auch in sommerlicher Hitze mit Schatten spendenden Oberflächen geschützte Terrasse kann gar eine mehrstündige Entspannung bedeuten für am Fliegen Interessierte ebenso wie für jene, die auf den Abflug oder die Ankunft ihrer Verwandten oder Freunde am Flughafen warten. Die Mitarbeiter des Flughafenbetreibers, der Budapest Airport Zrt., haben während langer Sucharbeiten solche historische Fotos aus den Tiefen des Archivs ausgegraben und gesammelt, auf denen noch die erste Ausgestaltung des in den 1950er Jahren eröffneten Terminal 1, das berühmte Flughafenbuffet „Mézes Mackó“ („Honigbär“), die ersten Li-2-Flugzeuge auf dem Beton des Ferihegy, besondere Besucher oder der für rund 100 Millionen Euro errichtete und vor fünf Jahren übergebene SkyCourt in seiner Entstehung sichtbar sind.

Für gerade einmal 500 Forint Eintrittsgebühr kann man gleich für mehrere Stunden die Aussicht von der Plattform genießen, zudem können Besucher nicht nur Erfrischungen und Eis, sondern ganze Mittagessen im dortigen Buffet einnehmen. Während der sich nähernden Schulferien kann man hervorragende eintägige Ausflüge zum Budapester Flughafen unternehmen; wenn der Besucher nach der Terrasse das Freiluftmuseum „Aeropark“ mit seinen historischen Maschinen aufsucht, kann er sogar eine Flughafentour per Retro-Bus der Marke Ikarus buchen.

Flughafen-Leben nachverfolgen

„Unser Ziel ist es, den Besuchern genaue, fachliche und dennoch für alle verständliche Informationen zu bieten, die zwischen zwei Abflügen oder Landungen den Grundriss des Flughafens sowie das System der Rollbahnen und -flächen überblicken wollen“, betont Manel Moreno, Direktor der Handelsdienstleitungen auf dem Vorplatz des Budapest Airport. Er fügte hinzu: „Die Aussichtsterrasse ist auf jedem Flughafen ein Ort mit besonderer Anziehungskraft, bei uns kann man von hier aus einen großen Teil des Flughafens inklusive die zweite Rollbahn und den Betonvorplatz überblicken. Auch bei der Erkennung der von hier aus sichtbaren Dienstfahrzeuge helfen wir mit.“

Bei der Vorstellung des Flughafens werden auch Arbeiten solch namhafter zeitgenössischer Fotografen vorgestellt wie Viktor Veres (Népszabadság, Világgazdaság und Nemzeti Sport), Krisztina Fazekas oder Emese Mándi (seit 2012 offizielle Fotografin der Band „Omega“).

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