Die Museumsnacht findet morgen, den 25. Juni, von 18 Uhr bis halb drei Uhr nachts statt. Landesweit beteiligen sich etwa 500 Museen, Burgen, Bäder und andere Einrichtungen an der großen Kulturveranstaltung. So wie im vergangenen Jahr, wird es auch dieses Mal wieder ein Motto geben. „Helden, Abenteurer und Erfinder“ heißt es. Über den Museumsbesuch hinaus werden Hunderte Programme angeboten.

Die Helden der Vergangenheit

Darüber freut sich besonders Zoltán Balog, Minister für Humanressourcen. „Die Museen sind voller Kunst, die uns zeigt, wie vielfältig und überraschend unsere Welt ist“, so Balog. Vor 13 Jahren wurde die Veranstaltung ins Leben gerufen, um durch Unterhaltung die Bildung zu fördern. „Es soll Leute geben, die meinen, Museumsbesuche seien altmodisch“, so Minister Balog. Doch das sehe er anders. Das diesjährige Motto der Museumsnacht gebe den Besuchern die Möglichkeit, mehr über ihre Helden der Vergangenheit herauszufinden – und so etwas für die Gegenwart und Zukunft mitzunehmen. Die diesjährige „Hauptstadt“ der Museumsnacht ist Kecskemét, Geburtsstadt des Dramatikers József Katona. „Wo Bánk Bán – der Inbegriff des Patriotismus– geboren wurde, werden die Besucher alles finden, was gut und ungarisch ist“, sagt Klaudia Szemereyné Pataki, Bürgermeisterin der Stadt, dazu.

In Kecskemét erwartet die Besucher am Samstag ein vielfältiges Programm. Egal ob Weinprobe, Vorträge oder Film- und Theatervorführungen. Kulturliebhaber – oder die, die es werden wollen – werden die Chance haben, Sonderführungen mit berühmten ungarischen Künstlern zu machen und Einblicke in die tägliche Arbeit von Archäologen, Restauratoren und Archivaren zu bekommen. Dabei sehen Besucher auch die „verborgenen Teile“ der Museen.

Außerdem gibt es landesweit Konzerte und gastronomische Spezialitäten, dazu Programme, die extra für Kinder angeboten werden. In Kecskemét können die Kleinen sich beispielsweise daran üben, eigene mittelalterliche Rüstungen zu bauen. Und das sind nur einige Auszüge.

Preise für die besten Museen

Auch in Budapest haben wieder Hunderte Museen bis spät in die Nacht geöffnet. Dieses Jahr gibt es eine Neuerung für alle Lauffaulen: Mit elektrischen Miniautos können Besucher zwischen einigen Museen hin- und herfahren. Zwischen allen teilnehmenden Kulturstätten gibt es außerdem kleine Wettbewerbe. In vier Kategorien können sie Preise abstauben. Für die besten, die innovativsten und die vielfältigsten Programme. Außerdem dürfen Besucher ihren Museumsfavoriten küren. „Das soll die Museen motivieren, den Besuchern ihr bestes Programm zu bieten“, so Minister Zoltán Balog. Mit den Tickets zum Pauschalpreis von 1.500 Forint für Erwachsene und 600 Forint für Kinder (ab sechs Jahren) können auch die meisten öffentlichen Verkehrsmittel sowie die zusätzlich eingesetzten Museumsbusse kostenlos genutzt werden. Die Tickets gibt es in den teilnehmenden Museen, zusätzlich bei den Verkaufsstellen des Budapester Verkehrszentrums BKK. Das gesamte Programm und die Übersicht über alle Museen finden Sie auf der offiziellen Website www.muzej.hu.

Konversation

ÄHNLICHE BEITRÄGE
Orbán bei Putin

Ungarn braucht berechenbare Partner

Geschrieben von BZ heute

Ungarn benötigt berechenbare Partner, ich freue mich, dass die Beziehungen zu Russland seit Jahren…

Ramenka im VII. Bezirk

Hier ist Schlürfen Pflicht

Geschrieben von Katrin Holtz

Die Frage, warum nun ausgerechnet eine Nudelsuppe das Potential zum Trendessen hat, wird sich so…

Buchtipp und Interview mit Beatrix Vertel und Csilla Páll

Ungarn in Wien entdecken

Geschrieben von Sarah Günther

„Ungarn in Wien“ ist ein besonders schönes Buch für alle Fans von Geschichte, Kultur und Kunst. Wir…