Wie der Fachminister auf der Pressekonferenz am Donnerstagvormittag hervorhob, steigen die Grundlöhne der besagten Berufsgruppen ab 1. September um brutto 107.000 Forint monatlich und ab 1. November 2017 um weitere brutto 100.000 Forint. Ab dem kommenden November erhalten auch Assistenzärzte monatlich 50.000 Forint mehr. Für fachliche Mitarbeiter des Gesundheitswesens wird eine neue Lohn- und Gehaltstabelle eingeführt, in deren Folge die Grundbezüge in diesem Jahr um durchschnittlich 26,5%, Ende 2017 um 12% und in den beiden darauffolgenden Jahren um jeweils 8% zunehmen werden.

Nachdem in den vergangenen vier Jahren rund 500 Mrd. Forint in die Modernisierung der Krankenhäuser gesteckt wurden, erhält das Gesundheitswesen nunmehr 100 Mrd. Forint zur Entwicklung der Löhne und Gehälter, unterstrich der Minister. Nach seinen Worten wird sich der Lohn für die Fachkräfte des Sektors somit zwischen 2012 und 2019 nahezu verdoppeln. Zur Entwicklung der Kliniken in Budapest konnte Balog auf Anfrage keine endgültigen Aussagen treffen, da an dem Konzept weiter gearbeitet werde. Es stehe jedoch mittlerweile fest, dass keine Krankenhäuser geschlossen werden und das neue Zentralkrankenhaus in Kelenföld angesiedelt wird.

Die Gewerkschaftschefin Ágnes Cser (l.) dankte der Regierung für die Übereinkunft. Damit seien die Streikforderungen erfüllt worden, die „vier sozialistisch-liberale Regierungen nicht wirklich verhandeln wollten“. Der Präsident der Ärztekammer, István Éger (r.), brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass mit dem Tarifabschluss die Abwanderung der Fachkräfte gestoppt werden kann. Allerdings sind in die jetzige Vereinbarung jene Fachkräfte nicht einbezogen, die über keinen Angestelltenstatus verfügen, was immerhin ein Viertel der Mitarbeiter betrifft.

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