Der Telekom Innovation Contest ist ein Wettbewerb der Deutschen Telekom für smarte Innovatoren und Unternehmer weltweit. 2013 von den Telekom Innovations Laboratories, den Telekom-Auslandsgesellschaften T-Mobile Polen und Magyar Telekom ins Leben gerufen, wird er von den Inkubatoren hub:raum und Kitchen Budapest sowie weiteren, in Europa aktiven Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom-Gruppe unterstützt. Mit der Suche nach Top-Talenten und den neuesten Technologie-Startups sollen Kooperationen und Investments für Geschäftseinheiten der Deutschen Telekom identifiziert werden. Kurzum: die Telekom sucht so nach fördernswerten Innovationen und Jungunternehmen.

Exklusive Innovation Expo im Budapester Burggarten-Basar

Im diesem Jahr bot der Contest unter anderem den Zugang zur exklusiven Innovation Expo im Budapester Burggarten-Basar. Hauptsponsor der von dem Budapester Innovationsstudio Endless Mobil und dem Verband der IT-, Fernmelde- und Elektronik-Unternehmer (IVSZ) organisierten Veranstaltung war die Magyar Telekom. Hier präsentieren zehn vorab ausgewählte Teams hochrangigen Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträgern der Deutschen Telekom-Gruppe, Telekom-Geschäftseinheiten sowie Vertretern von Inkubatoren ihre Lösungen.

Erstmals in diesem Jahr wurde das Abschlussevent der Veranstaltungsreihe, die Telekom Innovation Expo, öffentlich ausgetragen. Nach Berlin und Krakau war nun Budapest der Austragungsort der Expo, die im Rahmen der größten Start-up- und Smart Technology-Konferenz Ungarns, der SMART 2016 Konferenz stattfand.

Ungarische unter den Top-Start-ups

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Christopher Mattheisen, Vorstandsvorsitzender der Magyar Telekom Nyrt. Er hob in seiner Rede die Bedeutung innovativer Lösungen und der darin befindlichen Möglichkeiten hervor.

Der insgesamt dritte Telekom Innovation Contest bot auch in diesem Jahr innovativen Unternehmen aus aller Welt die Möglichkeit zur Präsentation ihrer Ideen und Entwicklungen. Bewerbungen und Lösungen wurden in den drei folgenden Kategorien eingereicht: Smart Data Analytics („Intelligente Datenanalyse“), Future Communication („Die Kommunikation der Zukunft“) und Industrie 4.0 sowie IoT (Internet der Dinge). Die Bewerber mussten für ihre Teilnahme wenigstens einen funktionierenden Prototyp präsentieren. Insgesamt sollen 950 Bewerbungen aus 45 Ländern eingegangen sein.

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Rundum smart: Auf der SMART 2016 Konferenz wurden viele technologische Innovationen vorgestellt.

Unter den Top Ten des Telekom Innovationswettbewerbs waren neben Experten aus Tschechien, Deutschland, Italien, der Schweiz und den USA auch zwei ungarische Start-ups: die in England registrierte PersonalVideo (eine Lösung, die automatisch individuell maßgeschneiderte, interaktive Videos aus beliebigen Datenbanken erstellen kann) und die Slamby Semantics Kft. (hier wird Unternehmen eine Plattform zum Managen von großen Datenmengen zur Verfügung gestellt, die über eine automatische und Sprachen-unabhängige Kategorisierung verfügt). Slamby wurde bereits Anfang des Jahres von Wirtschaftsminister Mihály Varga als „Start-up des Monats Januar“ ausgezeichnet. PersonalVideo hatte sich bereits im September 2015 auf dem DLD Start-up-Festival in Tel-Aviv, das in Fachkreisen als das „Zweite Silicon-Valley“ gilt, einem internationalen Publikum vorstellen dürfen.

„Ziel des Telekom Innovation Contests ist das Kennenlernen von Start-ups, die in den für die Gegenwart und Zukunft der Infokommunikation entscheidenden Industriezweigen tätig sind, und die potenzielle Partner unserer Unternehmensgruppe werden können. Als Infokommunikationsunternehmen ist es uns ein besonderes Anliegen, innovative Technologien sowie das Zustandekommen und Verbreiten von innovativen Lösungen zu fördern. Wir sind stolz darauf, dass dieses Jahr auch mehrere ungarische Bewerbungen eingingen, zwei ungarische Unternehmen gelangten sogar unter die besten“, erklärt Mátyás Dobó, Direktor des Magyar Telekom Product House.

Umfassendes Programm

Mit dem Auftritt der Wettbewerbsteilnehmer auf der SMART Konferenz bot sich diesen eine attraktive Möglichkeit zur Vorstellung ihrer Tätigkeit gegenüber einem breiten Publikum; dieses wiederum hatte auf dem Event ein breit angelegtes Programm zur Auswahl.

Denn neben der Vorstellung der Finalisten standen in den vier Veranstaltungsräumen fast 100 Vorträge, etwa von Referenten wie Ádám Somlai-Fischer, einer der Prezi-Gründer, oder Patrick Cowden, Gründer der deutschen Unternehmensberatung Beyond Leadership (Referenzen u.a. Dell, Bertelsmann, Axel Springer, Bosch, HP, Telekom, Coca-Cola, Bundespolizei oder TEDx) sowie von weiteren Vertretern des Telekom-Konzerns, von Microsoft Magyarország, ungarischen Universitäten und Instituten, von TÜV Rheinland, SAP, Ericsson und weiteren (Jung-)Unternehmen auf dem Programm. Eines der vielen Themen war etwa das Konzept der Intelligenten Städte; György Szamosvári, Bereichsleiter bei der T-Systems Magyarország Zrt., sagte diesbezüglich in seinem Vortrag: „Budapest ist schon heute eine smarte Stadt.“ Als Gründe zählte er u.a. das gemeinsam mit dem Budapester Verkehrszentrum (BKK) betriebene öffentliche Fahrradverleihsystem „BuBi“, das BKK-Verkehrsinformationssystem „FUTÁR“ und das bei der ungarischen Bahn verwendete GSM-R-System auf.

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