Neben zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie und Kultur war unter den Ballgästen auch ein Mann, den viele der Anwesenden noch in bester Erinnerung haben: der ehemalige deutsche Botschafter in Ungarn (2011-2014) Dr. Matei Ion Hoffmann, der seit 2015 Deutschland als Botschafter bei der OECD in Paris vertritt. Seine Einladung nach Budapest und zum Ball hatte einen gewichtigen Grund: der DWC-Vorstand hatte entschieden, ihn in diesem Jahr mit dem Preis der Deutsch-Ungarischen Freundschaft zu ehren. Wie der DWC-Vorsitzende in seiner Laudatio ausführte, sollen mit der Vergabe des Preises insbesondere Hoffmanns Verdienste für ein verständnisvolleres und sachlicheres deutsch-ungarisches Miteinander gewürdigt werden.

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Parlamentsvize Gergely Gulyás würdigte das deutsche Engagement in Ungarn.

Der Ausgezeichnete erinnerte in seiner Ansprache unter anderem an seine erste offizielle Begegnung in Ungarn, nämlich im Sommer 1989 als Mitglied einer Verhandlungsdelegation unter Leitung von Staatssekretär Dr. Jürgen Sudhoff. „Es war ein einzigartiges Erlebnis, aus nächster Nähe während der Verhandlungen beobachten zu können, wie sich Ungarn aus dem Zwangskorsett des kommunistischen Ostblocks befreite“, so Dr. Hoffmann. Sodann erinnerte er an die folgende Transformationsperiode und dabei auch an die 1992 erfolgte Gründung des DWC – zunächst als „Stammtisch“ – und an die Rolle, die die Deutsche Botschaft Budapest dabei gespielt hatte. „Hier im Saal sehen Sie, was aus einem deutschen Stammtisch alles werden kann, wenn man nur seine Energien richtig freisetzt“, so der Botschafter anerkennend. Ein weiterer Preis ging an Dr. Péter Edvi, den Gründer und Präsidenten des Internationalen Kinderrettungsdienstes in Deutschland und Ungarn, „der sein Lebenswerk in den Dienst hilfsbedürftiger und in Not geratener Kinder gestellt hat“, wie der DWC-Vorsitzende in seiner Laudatio ausführte. Weiterhin erinnerte er daran, dass ebenso wie Dr. Hoffmann auch Dr. Edvi bei den zur Grenzöffnung führenden Ereignissen im Sommer 1989 in Ungarn eine wichtige Rolle gespielt hatte.

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