Die Donau und ihre Schifffahrt sind von jeher zwei untrennbare Elemente. Die Binnenschifffahrt auf dem rund 2.800 Kilometer langem Fluss umfasst Tagesausflugsschiffe, Kabinenschiffe, Frachtschiffe, Motorboote und viele mehr. Mit den ersten, warmen Sonnentagen verkehren auch wieder mehr Fähren auf der Donau. Speziell in Budapest betreiben der ungarische Flussschifffahrtsanbieter Mahart und das Budapester Verkehrszentrum (BKK) Fähren im Innenstadtbereich. Besonders die BKK-Fähren erfreuen sich seit ihrer Einführung 2012 großer Beliebtheit und bieten Touristen und Einheimischen gleichermaßen die Möglichkeit, für wenig Geld Budapest aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Die BKK verkehrt derzeit mit zehn Booten auf vier Strecken: D11 (nur an Wochentagen), D12 und D13 (nur im Sommer), die mit unterschiedlichen Stopps von Rómaifürdő bzw. Újpest bis Haller utca verkehren, sowie die jüngste Linie D14, die zwischen Csepel-Királyerdő und Soroksár, Molnár-sziget verkehrt. Für die Nutzung der Fähre sind 750 Forint fällig, Kinder unter 6 Jahren und Senioren über 65 können den Service kostenfrei nutzen. Auch wer einen Monatspass, eine Wochenkarte oder eine 24-Stunden-Karte für den Nahverkehr gelöst hat, kann damit unter der Woche die öffentlichen Fähren besteigen. Die Mitnahme von Fahrrädern ist gegen eine Extragebühr in begrenztem Umfang möglich.

Auch Mahart bietet neue Routen an

Neben den hochfrequentierten Fahrzeiten der Mahart-Fähren in der Budapester Innenstadt, bietet das Unternehmen neuerdings auch verschiedene Tagesausflüge in andere, flussaufwärts gelegene Donaustädte wie Szentendre, Visegrád und Esztergom an. Diese sollen in Zukunft fast täglich stattfinden. Die derzeit beliebteste Strecke ist die Linie Budapest - Szentendre, welche täglich außer montags verkehrt und die schöne, kopfsteingepflasterte Künstlerstadt in anderthalb Stunden erreicht. Das Ticket, welches Hin- und Rückfahrt beinhaltet, kostet 3.000 Forint und ist damit das günstigste Angebot der Mahart. Mit 4.500 Forint ist die Budapest - Esztergom Linie etwas teuer, es gibt allerdings auch mehr zu sehen: Von Dienstag bis Sonntag starten die Fähren am Vigadó tér , passieren Szentendre und stoppen erstmals in Vác. Danach geht es weiter Richtung Norden entlang des unberührten Donauknies, welches ein Panorama üppiger Vegetation bietet. Um 14 Uhr erreicht die Fähre die ungarische Hauptstadt des Mittelalters Esztergom. Touristen, denen es lediglich darum geht, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Budapests von der Donau aus zu sehen, nutzen idealerweise die BKK-Fähren oder die Innenstadtfahrten der Mahart, welche für 3.000 Forint Livemusik und ungarische Spezialitäten wie Gulaschsuppe anbietet. Auf einer Tour sieht man den Gellertberg, die Budaer Burg, die Fischerbastei und das Parlament. Sightseeing der anderen Art also.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Seite des Budapester Verkehrszentrums unter www.bkk.hu oder schauen Sie sich die Angebote der Mahart unter www.mahartpassnave.hu an.

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