Saisonal und nach Kalendertagen bereinigt ermittelte das Zentralamt für Statistik (KSH) lediglich ein Plus von 0,5% zum Vorjahr. Gemessen am IV. Quartal 2015 fiel die Wirtschaftsleistung um 0,8% zurück. Anfang 2012 befand sich die ungarische Wirtschaft letztmalig in einer dermaßen schlechten Verfassung. Das KSH machte Baugewerbe und Industrie für den Absturz der Wachstumsdynamik verantwortlich. Deutschland wuchs derweil um 1,6% im Jahresvergleich und 0,7% zum vorigen Quartal. Das stimmte nahezu mit den Zahlen für die EU überein, die Eurostat mitteilte: 1,7% Jahres- und 0,5% Quartalswachstum. Neben Ungarn fielen noch Polen und Griechenland im Quartalsvergleich zurück, während die Slowakei und Rumänien um 1,7% bzw. 1,6% wuchsen. Auf Jahresebene zeigt Rumänien innerhalb der EU das stärkste Wirtschaftswachstum (+4,3%), gefolgt von Slowakei (3,6%) und Spanien (3,4%).

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Die Graphik zeigt die saisonal und nach Kalendertagen bereinigten Konjunkturdaten seit 2003.

Wirtschaftsminister Mihály Varga sprach von einem vorübergehenden Rückfall – sein Ressort hatte mit 1,7% Wachstum gerechnet (der Marktkonsens lag leicht über 2%). Als Ursachen benannte Varga das schwächere Abschneiden der Automobilindustrie und die verlangsamte Auszahlung von EU-Geldern (nur 150 statt der geplanten 500 Mrd. Forint). Die Wirtschaft werde schnell wieder zu sich finden, denn heute stünden 145.000 Arbeitnehmer mehr in Lohn und Brot als vor einem Jahr.

Ausführlicher beschäftigen wir uns mit diesem Thema in der kommenden Ausgabe des BZ Magazins!

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