Der neue Gebäudeflügel des Terminal 2B soll die Kapazitäten der dortigen Einstiegstore deutlich erhöhen soll. Die „Pier B“ genannte Passagierbrücke sei explizit dafür geplant worden, dem wachsenden Bedürfnis nach Parkplätzen für Flugzeuge mit breitem Rumpf dienlich zu sein; hierfür bietet sie 27 neue Einstiegstore und zehn neue Fluggastbrücken.

Die Ausschreibung für den Bau der Brücke wurde am 30. April auf dem offiziellen Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union, TED veröffentlicht (einzusehen auf ted.europa.eu unter dem Titel „Bauleistung – 150051-2016“). Dort wird das geschätzte Projektvolumen mit 16,9 Mio. Euro beziffert. Im Falle einer erfolgreichen Vergabe könne der Bau im Januar 2017 beginnen. Im Sommer 2018 könnte er fertig gestellt und für den Passagierbetrieb genutzt werden.

Mehr Platz für Fluggäste

Die neue Brücke steigere dem Flughafenbetreiber zufolge die Transitfläche des Terminals 2 um rund 10.000 qm. Die größten Gewinner der Erweiterung seien die Fluggäste, da der dortige Wartebereich deutlich wachse und bequemer werde. Pier B biete den aktuellen Trends entsprechend maximale Flexibilität, denn sämtliche Einstiegs-Knotenpunkte könnten sowohl für den Einstieg per Passagierbrücke, per Bus und zu Fuß ausgestaltet werden. Die neue Brücke könne sowohl bei Flugzeugen mit schmalen als auch breitem Rumpf eingesetzt werden, zudem biete sie je nach Flugzeuggröße in bestimmter Anordnung noch mehr Parkplätze.

Die Budapest Airport Zrt. habe bei der Planung die Funktionalität, den Komfort der Passagiere und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in den Vordergrund gerückt, hieß es von Seiten des Flughafenbetreibers. All dies so, dass die architektonische Einheit des Terminal erhalten bleibt. Die Fluggastbrücke wird eine „eher nicht als protzig zu bezeichnende“ Kombination aus Beton, Stahl und Glas werden, stilistisch werden architektonische Züge des vor fünf Jahren erbauten SkyCourt-Gebäudes und des Terminal 2B vermischt. Die Innenflächen, etwa der Bodenbelag der Brücke, werde die Stimmung des SkyCourt widerspiegeln, während die äußeren Aluminiumpanels mit der Fassade des Terminal 2B harmonieren.

Erweiterung für künftiges Wachstum

„Der aktuell spürbare Anstieg des Fluggastverkehrs am Flughafen und die Prognosen für die kommenden Jahre haben uns angespornt, die Kapazität des Terminals weiterzuentwickeln; Budapest Airport beginnt daher mit der bestmöglichen Taktung die dem künftigen Wachstum entsprechende Entwicklung“, erklärte Jost Lammers, Vorstandsdirektor der Budapest Airport Zrt. Er fügte hinzu: „Der Pier B ist Teil der Entwicklungsstrategie, mit der wir die Kapazität erweitern und ein hervorragendes Reisegefühl für unsere Fluggäste sicherstellen. Und dies hilft dabei, dass unser Flughafen seine führende Position in der Region unter den Flughäfen mit mehr als zehn Millionen Fluggästen beibehält.“

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