Frauen haben es bekanntermaßen nicht allzu leicht in der Hip-Hop-Branche. Doch Akua Naru ist eine ebenbürtige Künstlerin in einer von Männern dominierten Musikrichtung. Seit 2011 ihr erstes Album erschien, etablierte sie sich rasend schnell in der Szene und repräsentiert alles, was Frauen in dieser erreichen können. LaTanya Olatunji alias Akua Naru bringt den beinahe verloren geglaubten weiblichen Concious-Rap zurück auf die Bühnen – so auch am 7. Mai im A38. Die junge Musikerin vereint klassische Hip-Hop-Sounds wie Boom-bap mit sozialkritischen Songtexten sowie einer ausdruckstarken, unverwechselbaren Stimme. Dem speziellen Sound kann man sich nur schwer entziehen, vor allem in der Sommerzeit: Afrikanische Melodien treffen Jazz, Blues und Soul, woraus Beats entstehen, die einen zum ausgelassenen Tanzen motivieren.

Internationale Einflüsse

Die Liebe zur Musik und ihre eigenen lyrischen Fähigkeiten entdeckte Akua Naru schon früh für sich: Geboren in New Haven, Connecticut schrieb sie bereits als Kind für ihr Leben gern Gedichte. Sie wuchs in einer stark vom Hip-Hop geprägten Gesellschaft auf und gab ihre ersten Konzerte in heimischen Hinterhöfen. Später zog es die passionierte Poetin nach Philadelphia und New York, anschließend nach Asien und Westafrika, wo sie ihre Wurzeln zurückverfolgen wollte. Im Jahre 2006 zog sie schließlich nach Köln, wo sie bei dem kleinen Label Jakarta Records unter Vertrag genommen wurde. Anfang 2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum „The Journey Aflame“, welches ernsthafte, gesellschaftliche Themen kritisch behandelt. Ihre Alben erhielten sehr positive Kritiken und das nicht nur aus der Hip-Hop-Szene, die sie immer wieder für ihren niveauvollen Stil lobt, sondern auch von renommierten Jazz-Kritikern. Doch neben Akua Naru können sich die Gäste des A38 im Mai auch auf die Band DIGFLO, einem sechsköpfigen Ensemble komplett mit Schlagzeug, Klavier, Saxophon/Flöte, Gitarre, Bass und Turntables, freuen. Das Ensemble begleitet Naru auf jede ihrer Touren und macht mit seiner Performance die energiegeladenen Auftritte zum unvergesslichen Ereignis. Abgerundet wird die Veranstaltung durch seine unvergleichbare Location, eine Budapester Legende: Das ehemalige ukrainische Frachtschiff A38. Südlich der Petőfibrücke, auf der Budaseite, bietet es Besuchern ein zauberhaftes Ambiente für laue Sommernächte und einen hinreißenden Blick über die Donaumetropole. Neben den hochklassigen internationalen Konzerten wartet das Kulturboot auch mit zahlreichen kostenlosen Musikveranstaltungen, Filmabenden und Ausstellungen auf. Ein regelmäßiger Blick in das Programm des A38 ist daher lohnenswert.

Akua Naru, Soul Surge

  1. Mai im A38

Budapest, Donauufer nahe der Petőfi híd

Eintritt: 2.900 Forint (Vorverkauf) / 3.400 Forint (Abendkasse)

Tickets und weitere Informationen finden Sie unter www.a38.hu

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