Zwischen der ungarischen und der südkoreanischen Hauptstadt werden demnach zunächst einmal pro Woche (freitags) Maschinen des Typs Boeing 777 mit 262 Sitzplätzen verkehren; wobei Experten zufolge die Frequenz später noch steigen dürfte. Solchen Prognosen liegen positiv stimmende Fakten zugrunde: Laut dem Flughafenbetreiber hat sich die Anzahl der koreanischen Gäste in Ungarn in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht, 2015 waren es bereits über 100.000. Die Zahl der aus Asien nach Ungarn kommenden Fluggäste stieg um 10 Prozent, was das bestehende Interesse an der Direktverbindung zwischen den beiden Ländern verdeutliche.

Auch auf wirtschaftlichem Gebiet sind Ungarn und Südkorea über starke Stränge miteinander verbunden, da mehrere koreanische Großunternehmen eine bedeutende Rolle in Ungarns verarbeitender Industrie spielen. So investierten unter anderem das Elektronikunternehmen Samsung und der Reifenhersteller Hankook in den vergangenen Jahren über zwei Milliarden US-Dollar in Ungarn und beschäftigen inzwischen insgesamt rund 10.000 Mitarbeiter.

Anderthalb Jahre währende Verhandlungen

Außenminister Péter Szijjártó sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Jost Lammers, Vorstandsdirektor der Budapest Airport Zrt., dass man bei den ungarisch-koreanischen Beziehungen einen weiteren Schritt getan habe und nach anderthalb Jahren Verhandlung eine Einigung bezüglich der Flug-Direktverbindung erzielen konnte. Lammers ergänzte: „Gemeinsam mit dem Außenministerium und der staatlichen Tourismusgesellschaft haben wir sehr hart daran gearbeitet, dass der neue Charterflug mit Asiana zustande kommt. Der Start der Flugverbindung Peking-Budapest durch Air China im vergangenen Jahr war die erste Schwalbe beim Neustart der Direktverbindungen in Richtung Asien seit 2012.“ Der jetzige Schritt der südkoreanischen Fluglinie sei ein weiterer Beleg für das starke Interesse an den Verbindungen nach Fernost. Der deutsche Manager fügte abschließend hinzu: „Wir sind uns sicher, dass auf die jetzige Ankündigung in den kommenden Jahren weitere Kapazitätserweiterungen Richtung Korea folgen werden.“

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