„Elegant, weltoffen und funktional“, so beschrieb Budapest Airport in einer Mitteilung Anfang des Monats den insgesamt 24.000 Quadratmeter großen SkyCourt, der von dem Ybl-Preisgekrönten Architekten Zoltán Tima und dem Planungsteam von KÖZTI aus Beton, Glas und Stahl entworfen wurde. Das Gebäude dient in erster Linie den abfliegenden Gästen, durch das unterirdische Gepäckordnungssystem fließen zudem die Gepäckstücke der Terminals 2A und 2B hindurch.

Die dreistöckige Halle wurde von 2009 bis 2011 für rund 31 Mrd. Forint errichtet, Generalunternehmer war die Szegediner KÉSZ Építőipari Zrt. Die in deren Kecskeméter Stahlwerk hergestellten 70 Meter hohen und 70 Tonnen schweren Stahlträger, die das Dach halten, wurden, nachts, jeweils einzeln mithilfe von drei Kränen aufgestellt.

Laut Flughafenbetreiber durchquerten seit der Eröffnung vor fünf Jahren 21 Mio. Gäste den SkyCourt, kauften in den dort gelegenen Geschäften ein oder aßen etwas in den Cafés oder Restaurants. „In den vergangenen fünf Jahren hat der SkyCourt seine besonderen Werte für die Reisenden und für den Flughafen in der Praxis bewiesen“, erklärte Stephan Schattney, Direktor des Budapest Airport Technikzentrums, der vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung den Bau des Gebäudes überwacht hatte. Er fügte hinzu: „Der SkyCourt hilft uns, auf die sich aus Änderungen im Flugverkehr ergebenden Herausforderungen immer die richtige Antwort zu finden. Das Gebäude erfüllt exakt seinen Auftrag, nämlich nicht nur einzigartiger Repräsentant von Budapest, sondern der ganzen ungarischen Flugindustrie zu sein.“

Zum 1. April trat der Kanadier Chris Dinsdale (41) sein Amt als neuer Finanzvorstand bei Budapest Airport an. Er ist fortan nicht nur für das Finanzwesen zuständig, sondern auch den Einkauf, das Unternehmensrecht und die IT. Ferner leitet er die für die Treibstoffversorgung verantwortliche Tochtergesellschaft RÜK Kft.

Der Finanzexperte war nach seinem Studium zunächst in Kanada im Bankensektor tätig, bevor er mit seiner ungarischstämmigen Frau 2003 nach Ungarn zog. Hier arbeitete er sieben Jahre für das Beratungsunternehmen KPMG, wo er sich in erster Linie auf die Geschäfts- und Investitionsberatung für den mittelosteuropäischen Energiesektor konzentrierte. In den vergangenen vier Jahren war er dann Finanzvorstand der Wild Horse Energy Hungary Kft., die sich in Ungarn mit der Herstellung von synthetischem Gas aus Kohle und einem Uranminen-Projekt beschäftigte.

Seit dem 7. April ist die Landebahn 2 gesperrt, der gesamte Flugverkehr wird auf die Landebahn 1 umgeleitet, informierte Budapest Airport vergangene Woche Mittwoch. Grund ist die Installation eines neuen ILS an der Landebahn 2, das die landenden Maschinen nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen unterstützen soll. Die Investition im Wert von 465 Mio. Forint, in deren Rahmen auch die dortige Beleuchtung erneuert wird, soll bis zum 29. April fertig gestellt sein. Bis dahin bleiben auch einige zur Landebahn 2 führende Wege gesperrt, die in dieser Zeit erneuert werden. Das neue ILS soll im Sommer in Betrieb genommen werden.

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