Die kleine Volkszählung wird vom KSH zur Halbzeit der alle zehn Jahre stattfindenden „Großen Volkszählung“ (népszámlálás) durchgeführt, informierte T-Systems Magyarország. Dabei werden Veränderungen der Lebensumstände der Bürger aus den vergangenen fünf Jahren erfasst, wozu eine halbe Million Haushalte bei der Befragung mit einbezogen werden. Die teilnehmenden „Datenlieferanten“ helfen dabei nicht nur beim Ausfüllen von Fragebögen bezüglich ihrer Person und ihrem Wohnort, sondern nehmen auch an einer ergänzenden Datenaufnahme teil, in der es unter anderem um ihren persönlichen Gesundheitszustand und ihr persönliches Wohlergehen geht.

Bei der in diesem Jahr stattfindenden, digital durchzuführenden kleinen Volkszählung werden die Fragebögen im Internet erreichbar sein; zudem werden die Fragebeauftragten, die die Menschen persönlich zuhause aufsuchen, mit Tablets oder Notebooks – statt wie bisher mit Papier und Stift –ihre Aufgabe verrichten.

T-Systems Magyarország stellt neben der kompletten Entwicklung der Module zum Zusammenschreiben, für das Monitoring, Kodieren, Bearbeiten durch Experten und Redigieren der Fragebögen auch die Hardware-Infrastruktur. Ähnlich der letzten großen Volkszählung im Jahre 2011 erhalten laut Mitteilung im Laufe der Entwicklung die Daten- und Systemsicherheit sowie die fortlaufende Belastbarkeit eine besondere Beachtung.

Auch Ausländer können befragt werden

Außer bei der kleinen Volkszählung übernimmt die ungarische T-Systems- Tochter auch die komplette Informatik bei zwei weiteren, ebenso eine halbe Million Haushalte umfassenden Erhebungen. Die Erhebungen zur Wirtschaftsstruktur und zur Landwirtschaft beziehen sich auf die Nutzpflanzen und den Tierbestand Ungarns sowie die Zusammensetzung der in der ungarischen Landwirtschaft Beschäftigten. Ab 2017 ist laut der Presseaussendung die Digitalisierung von weiteren statistischen Erhebungen basierend auf der nun konfigurierten komplexen Lösung zu erwarten.

Die kleine Volkszählung ist noch sehr jung: Ende Februar 2015 hatte der das Kanzleramt leitende Minister János Lázár einen Antrag im Parlament eingebracht, im Oktober 2016 einen Mikrozensus durchzuführen. Laut diesem sei es das Ziel der Volkszählung, wie bereits erwähnt, die Veränderungen der vergangenen fünf Jahre zu erfassen, um für die Vorbereitung von politischen Entscheidungen und die Feststellung ihrer Auswirkungen eine verlässliche, aktuelle Datengrundlage zu haben. Miteinbezogen werden sollen zehn Prozent der Gesamtbevölkerung beziehungsweise der gesamten Wohnungen. Dabei können auch Ausländer befragt werden, die sich länger als drei Monate in Ungarn aufhalten.

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