Swing, Ragtime, Dixieland und klassischer Jazz von gestern bis heute, Musiker aus der Schweiz, den USA, Finnland, Ungarn und Österreich – das Programm des diesjährigen New Orleans Swing Festivals ist wieder abwechslungsreich und hochkarätig besetzt. Zum achten Mal in Folge findet es vom 24. bis 26. August 2012 im Palast der Künste statt.
Eröffnet wird das Festival mit der Antti Sarpila Swing Band aus Finnland. Sie feiert ihr dreißigjähriges Bestehen in diesem Jahr, denn der Bandleader und Klarinettist Antti Sarpila hat sein Swing-Ensemble schon mit 18 Jahren gegründet. Gelernt hat er bei einem der weltbesten Jazz-Klarinettisten, dem Amerikaner Bob Wilber. Dieser hatte ihm 1988 einen Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall zu Ehren von Benny Goodman, mit seinen Big Bands eine der populärsten Swing-Legenden, verschafft. Dass Sarpila seither selbst in die Riege der Swing-Meister aufgestiegen ist, beweist eine von Hans Westerberg verfasste Biografie über den Musiker.
Swing- und Jazz-Größen geben sich auf dem New Orleans Swing Festival die Klinke in die Hand. Es geht am zweiten Abend weiter mit dem Gusztáv Csík Trio. Der Pianist Csík, eine lebende Jazz-Legende Ungarns, wurde in seinem Spielstil von Duke Ellington, Bill Evans und Oscar Petersen beeinflusst. Sein Können durfte er im Zusammenspiel mit Helden des Jazz wie Dizzy Gillespie oder Tony Scott unter Beweis stellen. Scott lobte ihn einmal als „besten europäischen Jazz-Pianisten heutzutage“. Der zweite des Trios ist Bassist Reggie Johnsen, seines Zeichens ehemaliges Mitglied des berühmten Art Blakey`s Jazz Messengers und Musikerkollege von solch herausragenden Künstlern wie Keith Jarrett. Der dritte im Bunde ist Schlagzeuger Alvin Queen, er wurde als Teenager vom ehemaligen Mitglied der Jazz-Messengers, Horace Silver, in dessen Band geholt. Alle drei sind also im klassischen Jazz zu Hause. Zum Anlass des Festivals wird das Gusztáv Csík Trio unter Mitwirkung von Sänger Joan Faulkner und einer weiteren altbekannten Jazz-Größe aus Ungarn, Trompeter Béla Szalóky, damit die Essenz des Swings zum Klingen bringen.
In die Jazz-Welt der zwanziger Jahre wird das Publikum am letzten Abend von den Dixieland All Stars um den Österreicher Thomas Gansch entführt. Der mehrfache Preisträger (unter anderem Musiker des Jahres in Österreich 2006) ist Spezialist für Dixieland, diese frühe Form des Jazz als dem weißen Gegenstück des New-Orleans-Jazz, der vor allem durch Louis Armstrong populär gemacht worden ist.
Die Konzerte finden im schmucken Festival Theater des Palasts der Künste statt. Der Raum ist mit der neuesten Klang-Technik ausgestattet und garantiert für beste Akustik.
Palast der Künste
Komor Marcell u. 1
Beginn jeweils 19.30 Uhr
Kartenpreise pro Abend:
2500, 3200, 3900 Ft
www.mupa.hu/en





