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Jüdisches Sommerfestival

Der Wert der Toleranz

Die Große Synagoge steht im Zentrum des Festivals.

Zwischen dem 26. August und dem 4. September findet in Budapest das mittlerweile zur Tradition gewordene Jüdische Sommerfestival statt. Seit 1998 steht die größte europäische Synagoge an der Dohány utca den Besuchern offen. Dank des großen Andrangs öffnen sich seit 2006 auch die Tore der Synagoge in der Rumbach Sebestyén utca. Neben diesen zwei Hauptorten finden in den zehn Tagen des Festivals Events in den Kinos Uránia und Puskin, im Goldmark Saal und in der Synagoge in der Frankel utca statt.

Etwas ungewöhnlich mag es für einige männliche Kon­zert­besucher sein statt einem Opern­glas eine Kippa, ein klei­nes Hütchen, beim Ein­tritt in den Konzertsaal zu mieten. Aber authentisch ist es allemal. Die riesige Sy­na­goge in der Dohány utca, die 1859 von Ludwig Förster erbaut wurde, wirkt recht anders als Kon­zert­saal als im Tribbelschritt und Kamera­ge­klacker von Tou­ris­ten. Doch nicht nur das Gebäude, auch das Programm beeindruckt. Spektakulär geht es gleich am Sonntag dem 26. August, los: Das Franz Liszt Kammer­or­chester wird bei ihrem Kon­zert unter anderen von dem achtjährigen Piano-Virtuosen Yoav Levanon begleitet. Am Dienstag dirigiert László Ko­vács das Symphonie-Orchester von Miskolc bei ihrem Cinema Szimfónia Abend, ein Abend voller Filmmusik. Heraus­zu­heben sind noch Ver­dis Na­bucco am 2. September und die Budapest Klezmer Band mit Stargast Eszter Biró Tags darauf.
Auf dem Programm des Uránia Kinos häufen sich in den zehn Tagen große Namen: Am Montag, den 27., verspricht Bea Palya einen wundervollen Abend voll Pfiff und Tradition. Gespannt erwartet wird auch Mariann Falusi mit ihrem Abend „Ulpius Lieder­the­ater oder Was bringt der Antal wenn er doch Szerb ist?“.
Der abschießende Gala­abend am 4. September steht implizit und explizit für To­le­ranz ausgedrückt durch Kunst. Die Reihe der teilnehmenden Kossuth-Preis-dotierten Künst­ler ist zu lang, um sie hier aufzuzählen: Eszter Csákányi, And­rás Bálint,  Géza D. Hegedûs und Pál Závada, um nur einige zu nennen. Karten sind für den symbolischen Preis von 500/1000 Forint schon jetzt erhältlich.

Gala der Toleranz

Klassische Konzerte, Lieder­abende, aber auch Theater­vor­stellungen („Az isteni Sarah“ am 26. August im Belvárosi Theater), Buchvorstellungen, Ausstellungen, Open-Air-Ju­gend­programm und der 2010 eingeführte Bücher- und Hand­werksmarkt im frisch ausgebauten Gozsdu Hof erwarten die Gäste. Über vierhundert Künstler möchten in diesen zehn Tagen die jahrtausendealten jüdischen Bräuche und Feste sowie ihre – zum Teil weltbekannten – Künstler aus Gegenwart und Vergan­gen­heit vorstellen. Tickets kann man schon jetzt online auf www.jewishfestival.hu oder www.jegy.hu kaufen, alternativ im Jewinform Pavillon vor der Synagoge in der Dohány utca (So-Do 10-17 Uhr, Fr 10-16 Uhr) sowie in Vorver­kaufs­stellen im Internet.

Zsidó Nyári Fesztival
26. August bis 04.September
Wechselnde Orte
Karten: kostenlos – 9500 Forint
www.jewishfestival.hu

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