
Schöne neue Metrowelt: So sehen die Nachfolger der altgedienten, inzwischen aber schrottreifen sowjetischen Züge aus.
Freie Bahn für die neuen U-Bahn-Züge in Budapest! Nach der von der Stadt Budapest ausbedungenen technischen Verbesserung der Bremssysteme und Abertausenden Test-Kilometern gaben die ungarischen Behörden Anfang Juni grünes Licht für die Inbetriebnahme der neuen französischen Metrozüge der Firma Alstom.
Für Alstom-Generaldirektor Patrick Kron Anlass genug, um dem Budapester Oberbürgermeister István Tarlós vergangenen Dienstag die „Schlüssel“ für die neuen Züge feierlich zu überreichen. Insgesamt werden 22 neue, aus jeweils fünf Segmenten bestehende U-Bahn-Züge des Typs METROPOLIS auf der roten Metrolinie verkehren, allerdings erst ab September
Höhere Kapazität und bessere Umweltverträglichkeit
Die hundert Meter langen klimatisierten Züge werden insgesamt 1.023 Personen transportieren können, im Führerwagen 192, in den vier hinteren Waggons jeweils 213. Zum Vergleich: Die vor der Abhalfterung stehenden blauen Metrozüge sowjetischer Provenienz haben Passagierkapazitäten von 177, vorne, und 189 in den hinteren Wagen. Was die Sitzplätze anbelangt, stellen die neuen METROPOLIS-Züge allerdings einen Rückschritt dar, hier bleiben sie hinter den sowjetischen Zügen zurück, wenn auch nicht um viel. Indes sind die neuen Züge in Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit unschlagbar, wurden doch die Waggons zu 98 Prozent aus wiederverwertbaren Materialien hergestellt.
Die damals noch liberale Budapester Stadtführung unter Gábor Demszky bestellte bereits Ende Mai 2006 bei Alstom 22 Züge für die rote Metrolinie und 15+7 automatische Züge für die noch im Entstehen befindliche neue Metrolinie. Bei den Zügen für die rote Metrolinie belaufen sich die Kosten auf 150 Millionen Euro, bei jenen für die neue Metrolinie liegen sie zunächst bei 114 Millionen Euro.



