
Mit gutem Beispiel voran: DWC-Sektionsvorsitzender, Audi Akademie-Geschäftsführer und Eröffnungsreferent Alois Kauer.
„Ich bin seit knapp fünf Jahren DWC-Mitglied und würde mich freuen, wenn die Sektion Gyõr wieder stärker würde“, begründete Alois Kauer, der neue Leiter der Sektion und damit zugleich auch DWC-Vorstand, warum er selber in die Bresche gesprungen ist und von nun an das DWC-Leben in Gyõr wieder ankurbeln will.
Mit der tatkräftigen Bereitschaft des Geschäftsführers der Gyõrer Audi Akademie diese ehrenamtliche Tätigkeit zu übernehmen, schließt sich für die dortigen DWC-Sektion zugleich ein Kreis: schließlich wurde die Sektion am 7. November 1995 ebenfalls von einem Audianer, nämlich von Gerhard Hummel, gegründet und danach erfolgreich nach oben gebracht. Schon bei der ersten Zusammenkunft machte der neue Sektionsleiter aber deutlich, dass er als Mitgift keinesfalls nur die Strahlkraft des Namens seiner Firma mitbringt, sondern auch viel Engagement, gute Ideen und sogar eine Unterkunft für die Veranstaltungen in einer schön renovierten Jugendstilvilla im Zentrum von Gyõr, einem von drei Gebäuden der Audi Akademie.
In Sachen Eigeninitiative ging er mit gutem Beispiel voran und gestaltete nach einigen Begrüßungsworten als neuer Sektionsvorsitzender den ersten Vortragsabend im neuen Kapitel der Gyõrer DWC-Sektion als Referent gleich selbst. Obwohl es garantiert kein Fehler war, die Sektion Gyõr wiederzubeleben und Alois Kauer deren Führung zu übertragen, referierte er ausgerechnet über Fehler beziehungsweise den Umgang mit ihnen. Gewürzt mit vielen Zitaten zu diesem Thema und zahlreichen praktischen Beispielen bestand das Fazit seines Vortrags im Prinzip daraus, in Fehlern nützliche Entwicklungshelfer zu sehen und sie keinesfalls wie eine Krankheit aus der Welt zu wünschen. „Fehler sind wesentliche Faktoren, um Unternehmen voranzubringen“, würdigte Kauer. Damit sie aber ihre positive Energie entfalten können, sei eine richtige Fehlerkultur eine Grundvoraussetzung. Diese müsse unter anderem beinhalten, dass mit Fehlern und ihrer Behebung offen und ehrlich umgegangen werde. Ganz wichtig sei auch, die systemischen Gründe für drohende oder bereits aufgetretene Fehler zu erkennen und die Verantwortung keinesfalls blind dem Mitarbeiter aufzuhalsen, bei dem ein Fehler zutage getreten ist.
In seinem neuen Amt ist Kauer jedenfalls bemüht, keine Fehler zu machen. Ganz Trainer bat er die Beteiligten nach seinem Vortrag ihre Wünsche an die Sektion auf kleine bunte Karten zu notieren und auf einer Pinnwand zu befestigen. Es sprach für die Aufgeschlossenheit der Gyõrer, dass viele dieser Dialogaufforderung nachkamen: Am Ende des Abends hingen neben den fünf weißen Zetteln mit den Leitfragen etwa 20 Wunschzettel an der Tafel. Unter anderem wurden sich Vorträge zum neuen Arbeitsrecht, zu unternehmensrelevanten Gesetzesänderungen, zur Stadt Gyõr, aber auch zur ungarischen Politik gewünscht. Als Referenten würden die Gyõrer gerne ihren Bürgermeister, bedeutende ungarische Persönlichkeiten und Top-Manager von Volkswagen oder Audi auf einer der zukünftigen Veranstaltung begrüßen. Mehrfach wurde auch das Networking und gegenseitige Kennenlernen als Grund angesprochen, bei Folgeveranstaltungen zu erscheinen.
Schon die Auftaktveranstaltung machte auf deutlich, dass nach wie vor Bedarf besteht an Zusammenkünften für die der DWC nun auch in Gyõr wieder eine Plattform bietet. Trotz hochsommerlicher Temperaturen und dem Spanien-Portugal-Spiel waren am Mittwochabend über 30 Personen der Einladung gefolgt, darunter überraschenderweise auch zahlreiche „Budapester“. In entspannter Atmosphäre wurde wie bei den Budapester Treffen im Kempinski noch lange geplaudert. Auch auf das Fußballspiel brauchte schließlich niemand zu verzichten. Dank der Flexibilität des neuen Sektionsvorsitzenden und der guten technischen Ausstattung der Audi-Akademie konnte die Übertragung nebenan im Vortragssaal verfolgt werden.





