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Talentwettbewerb in Fachschule

Können, so weit das Auge reicht

Waren die Überraschung des Tages: Márk Varga, Vivien Horváth, Zoltán Horváth und Tibor Bangó.

Am vergangenen Freitag veranstaltete die Leövey Klára Fachmittelschule einen Talent­wett­bewerb unter ihren Schülern. Normaler­weise hört man auf solchen Schulveranstal­tungen viel, aber selten wirklich Gutes. Die Schüler der Leövey-Schule hingegen legten ganz neue Maßstäbe.

Die Jury hatte es wahrlich nicht leicht, zwischen all den Talenten zu wählen. Ins­gesamt zehn Produktionen gab es zu sehen, wobei von Gesang über Gitarrenspiel bis hin zum Tanz alles vertreten war.

Viel Arbeit und noch mehr Talent

Wie auch in den aus dem Fernsehen bekannten Shows gab es beim Leövey-Faktor Men­toren. Der für die Musiker zuständige Mentor war Misi Hoppal. Über mehrere Proben hinweg unterstützte er die jungen Künstler bei der Vorbereitung. Dabei gab es zwei Arten von Teilnehmern, „solche, die sehr diszipliniert und durchgehend gearbeitet haben und solche, die das Ganze nicht allzu ernst genommen haben“. In erste Kategorie fällt auch die Gewinnerin des Wettbewerbs, Nikolett Pomázi. Die 18-jährige Schülerin hat bisher immer nur zu Hause für sich selbst gesungen. „Ich beschäftige mich erst seit einem halben Jahr etwas intensiver mit Musik“, sagt die Gewinnerin schüchtern. Ihrer Performance war dies jedoch nicht anzumerken. Glasklar und ohne unnötigen Schwulst sang sie den melancholischen Pop-Klassiker „Boldogság gyere haza“. Misi schwärmt: „Das Lied hat es in sich, und Nikolett hat es mit Bravour gemeistert“.
Doch auch andere Sänger überzeugten. Der Zweitplatzierte Renátó Burai sang den George Benson-Klassiker „On Broadway“. „Bühnen­reif“, urteilte die Jury einstimmig und gratulierte dem jungen Musiker zu seiner hervorragenden Leistung.
Gänsehautstimmung verbreitete Rajmund Rajnai der mit rauchiger Bluesstimme Leonard Cohens „Halleluja“ mal hauchte, mal schmetterte. Das wirklich überraschende seiner Interpre­tation war jedoch der Text. Er sang nicht etwa auf Englisch, sondern trug eine eigene Übersetzung des Klassikers vor.
Doch nicht nur Sänger traten an, um sich dem kritischen Urteil der Jury zu stellen. Zwei Tanznummern, ein Gitarrensolo und sogar eine Kurzgeschichte waren zu sehen und zu hören. Die Tänzerin Gyopárd Veres gewann mit ihrem Tanzsolo im modernen Girly-Stil gar den dritten Platz. „Ich tanze schon seit Langem, angefangen habe ich mit Standardtanz, bin aber mittlerweile in die moderne Schiene gewechselt“, antwortet sie auf die Frage nach ihrem Werdegang.

Eine wirkliche Überraschung

Die wohl größte Überraschung des Tages lieferten aber vier junge Künstler. Tibor Bangó , Vivien Horváth, Zoltán Horváth und Márk Varga hatten während der Proben oft die Stücke gewechselt und nicht eben durch Konsequenz geglänzt. Was sie dann jedoch am Tag des Wett­be­werbs auf der Bühne darboten, sucht zweifelsohne seinesgleichen. Drei Sänger, eine Sän­gerin, eine Gitarre und das ganze gemixt in verschiedenen Liedern, mal gerappt, mal gesungen, mal mit Beatboxing unterlegt. Katalin Farkas, Hauptorganisatorin des Schulwettbewerbs schwärmt: „Alle vier sind nicht gerade das, was man Musterschüler nennen würde, aber ihre Performance heute war einfach umwerfend. Diese Kinder sind so unglaublich talentiert. Aber das trifft auf alle Schüler zu, die aufgetreten sind.“ Und damit spricht sie sowohl der Jury als auch wohl den meisten Zuschauern aus der Seele.

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