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Táncház Festival & Fair in Budapest

Tanzen, bis die Stiefel qualmen

Tanzhäuser sind eine gute Gelegenheit, um neue „alte Tänze“ und neue Leute kennenzulernen.

Wer mit offenen Augen durch Budapest spaziert, wird schnell feststellen,  dass in Ungarn volkstümliche Kultur auch heute noch einen wichtigen Stellenwert hat.  So kommt es, dass Budapest eine der wenigen Städte Europas ist, in denen man noch aktiv betriebene Bräuche und kulturelle Ereignisse miterleben kann. Teil dieses offenen Umgangs mit  Geschichte und Kultur des eigenen Landes sind zahlreiche Festivals, die alte Tradi­tionen neu aufleben lassen und an die kommenden Generationen weitervermitteln, so wie es sich das National Táncház Festival&Fair zur Aufgabe gemacht hat.

Das im Jahr 2010 als „Excellent Folklore Festival“ ausgezeichnete Fest bringt verschiedenste ethnische Gruppen zusammen. Durch diesen Mix entsteht eine fröhliche, ausgelassene Stimmung, die von den Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Kulturen noch verstärkt wird. Vom 30. März bis zum 1. April wird musiziert, getanzt und von den ungarischen Bräuchen gelernt. Das Festival bietet die Chance hautnahe Ein­drücke vielfältiger kultureller Aspekte, die ihren Ursprung im Karpatenbecken haben, zu gewinnen.  Die gesamte Veranstaltung ist von der „Dance-House Guild“ organisiert und teils durch Spenden finanziert worden.

Gemeinsam Werte lernen

„Táncház“ bedeutet „Tanzhaus“ und bezieht sich auf soziale Kulturstätten, in denen sich Menschen zusammenfinden, um gemeinsam zu volkstümlichen Melodien zu tanzen. Aus dieser Grundidee entstand die von der UNESCO anerkannte „Tánc­ház Methode“, die durch das Zusammen­spiel von traditionellen und modernen pädagogischen Methoden ein neuartiges Modell zur Vermittlung von volkstümlichen Tänzen und Musik darstellt. Das Festival hat sich das Ziel gesetzt, eine wertebasierte, gemeinschaftsformende Art der Frei­zeit­gestaltung zu schaffen und somit das ungarische Kulturerbe am Leben zu erhalten. Jeder kann ungeachtet des Alters, der Herkunft oder Vorkennt­nis, beim Festival mitmachen und lernen. Wer nicht professionell auf der Bühne steht, kann sich entweder als Amateur mit einer einfachen Choreo­gra­phie anmelden oder für ganz Uner­fah­rene besteht die Möglichkeit, an Tanzkursen teilzunehmen.
Sehenswert sind die volkstümlichen Tänze, die von schwingenden Mädchenreigen bis zu kraftvollen Männertänzen und trommelnden Stiefeln variieren. Cymbalos und sanfte Geigenklänge sowie unüberhörbare Roma Einflüsse der Volksmusik lassen das Herz eines jeden Musikbegeisterten höher schlagen.
Auf dem Fest  sind neben  heimischen Künstlern auch  Tänzer und Musiker, die im Ausland aktiv ungarische Traditionen leben, vertreten.
Das Festival findet in diesem Jahr bereits zum 31. Mal statt und bietet ein reichhaltiges Pro­gramm für Kulturenthusiasten. Neben Konzerten und Tanzstunden werden zahlreiche Workshops und Ausstellungen angeboten. Außer den Haupt­vor­führungen in der Budapester Sport Arena sind weiterhin das „Hear The World“ Konzert und der „All Night Ball“ geplant, für die separat Karten erhältlich sind. Für das normale Programm gibt es Tagestickets ab 1.700 HUF pro Tag.
Das Táncház Festival&Fair vermittelt auf charmante, unterhaltsame Weise die Kerngedanken ungarischer Traditionen und regt zum Nach­den­ken und Teilhaben an der eigenen Kultur an. Für alle, die gerne mehr über Ungarn und seine Men­ta­lität erfahren wollen, ist dieses Festival auf jeden Fall einen Besuch wert.

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