Feuer und Eis, Luft und Erde, Mensch und Tier spielen bei den atemberaubenden Produktionen weltberühmter Zirkusdynastien seit vergangenem Samstag bis zum 26. August in der Manege des Budapester Hauptstadtzirkus im Stadtwäldchen die Hauptrollen.
Die Premiere der Vorführung fand am 24. März statt, als die Rastelli Clowns zusammen mit der Saabel Family, Nataly und Andrey Shirokaloff, den Flying Mendonca, dem Duo Volkov und Troupe Fantasy dem Publikum ihr Können unter Beweis stellten. Das gut organisierte Programm bot vor und nach der 15-minütigen Pause unterhaltende Tiershows, lustige Comedy-Einlagen und ausgezeichnete akrobatische Leistungen.
Fesselndes Können
Den Anfang der Show machte der einzige ungarische Artist, Henrik Veres, mit seiner Jongleurdarbietung, die sich von Mal zu Mal um einen Ball steigerte und mit einem Wirbel von brennenden Kugeln abgeschlossen wurde. Um Feuer ging es auch bei den hitzigen schwarzen Friesen und weißen Lippizanern der Saabel Family, die mit einer Pferdedressur, Tanz und Kostümen in die Welt Andalusiens entführten, um dann ein paar Programmpunkte später mit Huskys und Hundeschlitten in die Manege zu fahren und das Gefühl von Sibirien heraufzubeschwören. Die sonst als Zugtiere benutzen Hunde bewiesen eindrucksvoll und bellend, dass sie ebenfalls tranierbar sind und einige Kunststücke drauf haben.
Alexandra Saabel trat neben den Tiervorstellungen auch alleine mit einer Handstandnummer auf, die viel Kraft und Gleichgewichtssinn erfordert. Vom Boden ging es dann hoch in die Lüfte, als das Duo Volkov an weißen Bändern, einige Meter über den Boden schwebend, einen erstaunlichen und choreographisch ansprechenden Kraftakt zeigten. Kleine Umbaupausen wussten die Rastelli Clowns zu füllen, die nicht nur die Zuschauer mit ihren Späßen zum lachen brachten, sondern auch mit ihrem mu-sikalischen Können und Gesang begeisterten.
Packende Show
In den Lüften war auch die fünfköpfige Gruppe Flying Mendonca, die in der Zirkuswelt aufgewachsen war und 2006 mit ihrer atemberaubenden Trapeznummer beim Europäischen Zirkusfestival die Silbermedaille gewonnen hatte. Die greifbare Spannung wurde durch das etwas beengende Zirkuszelt gesteigert, das den Sprüngen und Saltis Grenzen nach oben setzte.
Die nicht aus einer Zirkusfamilie stammende Molly Saudek war bereits in jungen Jahren vom Zirkus fasziniert und verliebte sich in den Seiltanz. Und so tanzte, sprang und quirlte die junge Frau mit Leichtig-keit über das Drahtseil und erstaunte das Publikum mit ihrer Konzentration und Präzision.
Zum Staunen brachte die Besucher auch der Auftritt von Troupe Fantasy: Aus drei bis vier Personen wurden menschliche Türme gebildet, auf die mit Hilfe einer Wippe noch eine weitere menschliche Krone hinaufkatapultiert wurde.
Hauptattraktion der Tiernummern waren die Gewinner des Sonderpreises des 9. Budapester Internationalen Zirkusfestivals Nataly und Andrey Shirokaloff mit ihren wunderschönen Tigern und Panthern. Diese Wildkatzen brüllten und sprangen auf Befehl und kletterten sogar an schwingenden Bastrollen in die Höhe.
Insgesamt ist das Programm eine empfehlenswerte, spannende und gelungene Vorstellung für Groß und Klein. Eintrittskarten kosten je nach Sitzplätzen für Kinder und Rentner zwischen 2.000 und 2.500 Forint, und für Erwachsene zwischen 2.400 und 3.100 Forint.
Fõvárosi Nagycirkusz
24. März bis 26. August
Állatkerti Körút 12/a
www.fnc.hu






