Für die nächste Woche hat das Nationale Tanztheater ein feines Menü an Köstlichkeiten vorbereitet. Von Dienstag bis Sonntag findet im Burgviertel das alljährliche Tanzfestival statt, zu dem nationale und internationale Künstler eingeladen sind. Eine Zusammenstellung aus modernem Ballett und zeitgenössischem Tanz soll dem Zuschauer einen optischen Schmaus bereiten.
Wer kennt das nicht. Nach einem anstrengenden Arbeitstag geht man mit dem Partner, Freunden oder der Familie gemütlich essen. Die Auswahl ist groß. Von schweren Speisen bis hin zu einem leichten Aperitif, es steht alles zur Verfügung. Nur gibt es nichts für den Gaumen, sondern für die Augen und Ohren. Von Dienstag an werden die Mitglieder des diesjährigen Tanzfestivals jeden Abend auf der Bühne stehen und ihrem Publikum Appetit auf mehr machen.
Doch was kann man erwarten. Internationale Tanzkompanien? Gewiss, denn dieses Jahr sind einige europäische Länder auf der Menükarte vertreten. Die Empfehlung des Hauses: Wir beginnen die Woche mit einer Vorspeise aus Italien, die unter anderem mit ihrem unaussprechlichen Namen auftrumpft: EgriBiancoDanza Tanzkompanie, die ebenfalls beim Budapester Spring Festival zu Gast war. Unter der Leitung von Susanna Egri, eine der wichtigsten Choreografinnen Italiens, präsentiert das achtköpfige Ensemble unter anderem neoklassisches Ballett.
Nun geht es zur Hauptspeise, die aus dem eigenen Lande kommt: die Compagnie Yvette Bozsik wird am Donnerstag mit „The Flowers of the Arabian Nights“ einen Hauch von Erotik auf die Bühne zaubern. Die Choreografie befasst sich mit den Problemen und Sorgen des Erwachsenwerdens und ist für Kinder nicht geeignet.
Zum Dessert gibt es das Zeitgenössische Tanztheater Szeged, die Badora Tanzkompanie, die „Romeo und Julia“ präsentiert und das Budapester Tanztheater, das am vorletzten Abend noch einmal die Führung übernimmt.
Natürlich gibt es noch viele weitere Gerichte, die unbedingt probiert werden sollten. Das Tanzfestival ist bekannt für einen guten Geschmack, den sie auch dieses Jahr wieder beweisen.
A la carte!
Das Tanzfestival wird am Sonntagabend mit der Gala zur Ehrung des Internationalen Tanztages zu Ende gehen. Seit 1983 wird am 29. April an den Geburtstag von Jean-Georges Noverre erinnert, der sich im 18. Jahrhundert für die Natürlichkeit im Ballett einsetzte und sich gegen Reifröcke und Perücken wehrte.
Bei der Gala werden im Palast der Künste die besten Tanzgruppen mit Auszeichnungen geehrt, unter anderem dem Viktor Fülp Stipendium und dem Zoltán Imre Preis. Weitere Aufführungen von bekannten Gruppen stehen auf dem Programm, wie das Ballett Pécs, die Ungarische Tanzakademie und das Zentral europäische Tanztheater.
Auch wer kein großer Genießer der Kunst des Tanzes ist, sollte sich dieses Häppchen nicht entgehen lassen. Wer schon nicht in der Küche mitkochen will, der kann sich zumindest das Menü auf der Zunge zergehen lassen.
Budapester Tanzfestival
24.-29. April
Tánzszínház
I. Színház útca 1-3
Eintritt: ab 2.000 Forint
www.tancszinhaz.hu
Tickets:
www.budapesttancfesztival.hu




