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Serienfertigung von Mercedes in Kecskemét begonnen

Orbán: „Bündnis mit Ungarn“

Premier Viktor Orbán (M.) mit Daimler-Managern Frank Klein (l.) und Dieter Zetsche beim symbolischen Start.

In Beisein von Daimler-CEO Dieter Zetsche, Pre­mier Viktor Orbán, Parla­ments­vor­sitzenden László Kövér und Volks­wirt­schaftsminister György Matol­csy wurde am letzten Donnerstag in Kecs­ke­mét die Serienfertigung von Fahr­zeugen der B-Klasse von Mercedes fei­er­lich eröffnet.

Das Investitionsvolumen beträgt 800 Millionen Euro, mit denen unter anderem bis jetzt – wie geplant – 2.500 Arbeitsplätze entstanden sind. Dabei allein soll es aber nicht bleiben. Daimler-Chef Zetsche nutzte die Öffentlichkeit bei der Einweihungsfeier, um anzukündigen, dass die Zahl der Mitarbeiter bis zum Jahresende auf 3.000 erhöht werden solle. Hinter­grund dieser Entschei­dung ist die wesentlich stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage nach B-Klasse-Fahrzeugen.
Unter Verweis auf den weltweit dynamisch wachsenden Markt für Pre­mium- und Kompaktfahrzeuge erklärte Zetsche weiter: „Wir wollen von diesem Wachs­tum überproportional profitieren, dieses Werk ist ein wichtiger Bau­stein unserer Wachs­tumsstrategie Mercedes Benz 2020. Unser hier investiertes Geld ist gut angelegt.“ Der Direktor der Kecskeméter Mercedesfabrik, Frank Klein, würdigte in seiner Ansprache unter an­derem die „maximale Unterstüt­zung“ durch die Regierung und die Be­hörden.
Die Arbeiten an der neuen Fabrik hatten im Herbst 2009 begonnen. Zeit­gleich mit dem Baubeginn wurde ein eigenes Bildungszentrum eröffnet. Bereits ein Jahr später waren alle Fab­rik­gebäude fertig gestellt. Nach dem erfolgreichen Aufbau der Anlagen begannen im September 2011 die Produktions­tests. „Während der Testphase haben wir die Anlagen vollständig in Betrieb genommen. Dank dieser intensiven Vor­be­rei­tung sind wir in der Lage, bereits ab dem ersten Fahrzeug die gewohnte Mer­ce­des-­Benz Qualität zu produzieren“, so Klein.
Premier Orbán würdigte die Fabrik als einen „Weg in die Zukunft“. Sie sei nicht nur eine Investition, sondern ein „Bünd­nis mit Ungarn“, so der Premier nach einer Aufzählung der zahl­reichen volkswirtschaftlich günstigen Effekte der In­ves­tition. „Inves­toren, die mit solchen Ambitionen zu uns kommen, schätzen wir sehr hoch.“ Und weiter: „Europa kann die drückende Krise hinter sich lassen, weil es wieder lernt zu arbeiten, und weil es wieder all seine Kräfte auf die Wertschöpfung konzentriert.“

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