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Kompakt

Kompromiss mit Banken scheint geglückt.

Die Regierung hat offensichtlich einen Kom­pro­miss mit dem Bankenverband zum neuen System fixierter Tilgungsraten gefunden, meldete das Internetportal Index.hu. Demnach sollen alle De­visen­schuldner von der vorteilhaften Konstruktion Gebrauch machen können, die in Euro, Schweizer Franken oder Yen maximal 20 Mio. Forint auf­genommen haben. Die Kreditnehmer können bis zum Jahresende eine Fixierung ihrer monatlichen Tilgungsraten erbitten, die voraussichtlich bis 2017 gelten wird. Aus der Differenz zum Marktkurs wird ein Sonderkonto angelegt; die darauf anfallenden Zinsen werden jedoch Staat und Banken über­nehmen.

Budget schon wieder in der Schräglage.

Im Februar kam im Staatshaushalt ein katastrophales Defizit von 394 Mrd. Forint zusammen, einzig im vorigen Jahr fiel dieser Monat noch schlechter aus. Damit ist der durch eine Reihe von Steu­er­er­höhungen erklärte Überschuss vom Januar schnel­ler weggetaut, als der Eispanzer vom Ba­la­ton. Analysten sehen im Moment nicht, wie das Volkswirtschaftsministerium den Haushalt ohne Krisensondersteuern im Gleichgewicht halten will.

Private Kassen kaum zu retten.

In den privaten Pensionskassen sind am Jahresende weniger als 100.000 Mitglieder verblieben, schrieb die Wirtschaftszeitung „Világgazdaság“. Nach der radikalen Verstaatlichung von rund 3.000 Mrd. Fo­rint verblieb bei einem Dutzend Kassen nur mehr ein Vermögen von 225 Mrd. Forint. Die nicht eben kassenfreundlichen Rechtsnormen bescherten dem Sektor zudem Verluste von 6 Mrd. Forint. Die Regierung hält bis Ende März die Möglichkeit eines Wechsels in die staatliche Rente offen; wer stur bleibt, verliert diesen Rentenanspruch.

Bankgeheimnis für Staatsschuldner.

Die staatliche Entwicklungsbank MFB Zrt. hat jetzt dem Antikorruptionsportal atlatszo.hu unter Hin­weis auf das Bankgeheimnis die Herausgabe einer Vielzahl von Daten verweigert, die zeigen sollten, wer die großzügig verteilten Milliardenkredite nicht zurückgezahlt habe. Die MFB hat immer wieder gewaltige Beträge in den Sand gesetzt; die als Auszahlungsstelle der jeweiligen Regierung fungierende Bank wollte zum Beispiel 15 Mrd. Forint Garantien für das Skandalprojekt Motor­rad­renn­bahn Sávoly gewähren.

Knorr-Bremse zieht um.

Weil das bestehende Werk ungeeignet für eine Moder­ni­sie­rung war, beschloss die deutsche Knorr-Bremse AG die Errichtung eines neuen Werks auf der grünen Wiese im Gewerbegebiet von Kecs­ke­mét. Zu den Investitionskosten von rund 5 Mrd. Forint wird aus dem Neuen Széchenyi-Plan gut eine Milliarde beigesteuert. Laut Geschäfts­füh­rer István Lepsényi werden in der modernen Fer­tigung zuzüglich Testlabor 110 neue Ar­beits­plätze geschaffen. Für Ministerpräsident Viktor Orbán, der bei der feierlichen Eröffnung zugegen war, bewiesen Projekte wie dieses, dass „die Dinge eine gute Richtung nehmen“. Der Staat unterstütze den Investor in der Hoffnung auf stabile Arbeitsplätze.

Nestlé setzt auf ungarischen Paprika.

Für eine Palette von Maggi-Produkten, die für den europäischen Markt bestimmt sind, kauft die Schweizer Nestlé von der Szegediner Rubin Kft. in diesem Jahr 100 Tonnen Gewürzpaprika ein. Das Geschäft hat einen Gesamtwert von 400.000 Euro. Das südungarische Kleinunter­neh­men mit 40 Mitarbeitern bezieht den Roh­stoff direkt von einheimischen Landwirten.

Gasverbraucher werden wieder ab­ge­schaltet.

Nach dem Auslaufen des Moratoriums bereitet Fõgáz das Abschalten von mindestens 500 Privathaushalten in der Hauptstadt von der Gas­versorgung vor. Das Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men hatte mit Rücksichtnahme auf die Feier­tage am Jahresende bzw. wegen der besonders harten Winterwitterung im Februar wochenlang auf solche Sanktionen verzichtet; dabei befindet sich allmählich etwa die Hälfte der 780.000 Pri­vat­kunden mehr als 60 Tage in Zahlungsverzug. Experten zufolge ist die Schuldenspirale nicht mehr aufzuhalten, wenn jemand erst einmal 90 Tage säumig ist.

The Body Shop in Budapest.

Das erste Geschäft der Kosmetikmarke „The Body Shop“ wird Anfang April im Aréna-Plaza im Herzen von Budapest eröffnen. Das Unternehmen startete in den 70er Jahren in Großbritannien mit hand­ge­machter Kosmetik. Heute bietet es zur L´Oreal-Gruppe gehörend in 2.500 Geschäften welt­weit über 1.000 verschiedene Produkte an, die auch im ungarischen Angebot zu finden sein werden.

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