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Kompakt

Giraffennachwuchs im Budapester Zoo.

In den frühen Morgenstunden des ver­gangenen Sonntag erblickte ein süßer Neu­ankömmling das Licht der Welt im Bu­da­pester Zoo. Stolze 170 cm misst der neue Erdenbewohner, er stellte sich bereits drei Stunden nach seiner Geburt das erste Mal auf seine wackligen Beine. Sei­ne Mutter, die seit elf Jahren im Zoo lebt, versorgte den Kleinen sofort, was für die Pfleger eine große Erleichterung war. Mut­ter und Fohlen sind von den anderen Tie­ren und vorerst auch von den Besuchern abgeschirmt, da sie noch Ruhe benötigen. In die Namensgebung werden in liebgewonnener Tradition vermutlich auch die Besucher wieder einbezogen.

Bushaltestelle vor Fenstern nicht rechtswidrig.

Auf die Beschwerde eines Anwohners hin beschäftigte sich der für Grundrechte zuständige Ombudsmann mit der Bushaltestelle der Linien 128 und 129 am Széll Kálmán tér. Die Haltestelle liegt in der an den Platz angrenzenden Várfok utca weniger als 5 Meter von den Fenstern eines Wohnhauses entfernt. Die Budapester Verkehrszentrale wies die For­derung nach einer Verlegung der Halte­stelle indes zurück. Durch die noch anhaltenden Bauarbeiten am Platz sei eine andere Haltestelle momentan nicht möglich. Um die Belastung für die Anwohner bis zur Klärung der Frage zu mindern wurden die Fahrer der Linien nun angehalten, die Motoren nicht unnötig laufen zu lassen.

Feuer in Metro.

Am Montag dieser Woche kam es in der Haltestelle Batthányi tér der Metrolinie 2 zu einer gefährlichen Rau­chentwicklung. Verletzt wurde niemand, da eine geordnete Evakuierung der Haltestelle und die installierten Rauch­mel­der und Sprinkleranlagen Schlimmeres verhinderten. Auch die Feuerwehr erreichte die Station nur wenige Minuten nach dem Alarm. Was die Rauchentwicklung ausgelöst hatte, ist indes noch nicht bekannt.

Wieder näher an den Bürger kom­men.

Wie das Nachrichtenportal index.hu am Dienstag berichtete, versucht die Vereinigung der Budapester Selbstverwaltungen (BÖSZ) mittels einer Petition an Verwaltungsminister Nav­racsics ein Umdenken zu errei­chen. Die BÖSZ setzt sich seit einiger Zeit dafür ein, den Menschen in Un­garn eine bürgernahe, flexible Erle­di­gung ihrer Amtsgeschäfte zu ermöglichen. Dafür sollten Kompeten­zen vom Staat auf die Selbstver­wal­tun­gen übertragen werden. Minister Nav­racsics erhielt die Petition unlängst, eine Reaktion darauf ist bisher nicht bekannt.

Hörsaal besetzt.

Die seit einer Wo­che anhaltenden Proteste der ungarischen Studentenschaft haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Am Mitt­woch besetzten die Demon­stran­ten einen Hörsaal der Geisteswis­sen­schaft­lichen Fakultät der Eötvös-Uni­ver­sität. Bereits zum zweiten Mal belagerten die Studenten die Räum­lich­keiten der Universität, um ihrer For­de­rung nach einer staatlich unterstützten Ausbildung Nachdruck zu verleihen. Auch die neuen Zulassungszahlen für Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und andere Studiengänge stoßen auf heftige Kritik. Die Organisatoren vom Studentennetzwerk (Hallgatói Háló­zat) hielten am Mittwochabend auch ein Diskussionsforum ab.

Arbeit gegen Armut.

Mit Hilfe von insgesamt 4,7 Milliarden Forint EU-Geldern will das Verwaltungs- und Jus­tizministerium (KIM) den ärmsten Gegenden Ungarns aus der Krise helfen. Zwischen 30 und 50 Sied­lun­gen könnten mittels Ausschreibung un­terstützt werden. Hierbei sollen vor allem Arbeitsplätze geschaffen werden, aber auch Weiterbildungs­mög­lich­keiten angeboten werden. Staats­sek­retär István Balog hofft vor allem Zi­geunersiedlungen mit diesem Pro­gramm aus der bittersten Armut heraushelfen zu können.

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