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Deutsche Botschaft zum ersten Mal vertreten

Gedenkfeier auf der Budaer Burg aus Anlass des 67. Jahrestags des Endes der Schlacht um Budapest

Deutsche Botschaft zum ersten Mal vertreten

Die traditionalle Gedenkfeier des vor 67 Jahren erfolgten Ausbruchs der letzten deutschen und ungarischen Verteidiger Budapests aus dem Burg­viertel fand am vergangenen Montag auf dem Kápisztrán Platz im burgviertel statt. Die Erinnerung an das Ende der Schlacht um Budapest bot heuer gleich zwei Premieren: zum einen war das ungarische Verteidigungsministerium diesmal offiziell vertreten, zum anderen zum ersten Mal auch mehrere EU-Botschaften.

Vertreter von Rumänien, Rußland, Großbritannien, den USA und Deutschland (v.l.) ehren die Opfer der Schlacht um Budapest. 

Veteranenvertreter Zsolt Lányi: “Es ging den Verteidigern damals ausschließlich um die Verteidigung des heimatlichen Bodens.”

Seit der erstmaligen Veranstaltung der Gedenkfeier – 2005 aus Anlass des 60. Jahrestages – hatten diese Institutionen stets einen mehr oder weniger weiten Bogen um die Ver­anstaltung gemacht. Nicht zuletzt, weil man die Mühe scheute, zwischen dieser würdigen und vollends politisch korrekten Veran­staltung und tatsächlichen neofaschistischen Veranstaltungen, die ebenfalls alljährlich um den Ausbruchstag herum stattfinden, zu differenzieren. Im letzten Jahr hat laut deutscher Botschaft dann aber nur noch das Problem bestanden, dass man keine Einladung erhalten hat. Einen solchen Hinderungsgrund gab es in diesem Jahr jedoch nicht mehr. So erhielten die Botschaften von sieben potenziell an einer Teilnahme interessierten Ländern direkt vom Vertei­digungsministerium eine Einladung. Die Bundesrepublik, die USA, Großbritannien, Russland und Ru­mä­nien nahmen sie an und waren bei der Veranstaltung durch ihre M­i­li­tär­attachés oder deren Stellvertreter anwesend.
Die zentrale Rede wurde in diesem Jahr nicht wie bisher vom Bürger­meister des 1. Bezirks, sondern von Szarka Gábor, Kabinettchef im Ver­teidigungsministerium, gehalten. In seiner politisch überaus ausgewogenen Rede zollte er allen Opfern der damaligen Ereignisse gleichermaßen Respekt, so auch jenen, die „auf rassischer Grundlage und wegen ihrer Abstammung in den schweren Tagen der Schlacht um Budapest an der Donau erschossen worden waren.“ Zur Schlacht selber – „eine der hoffnungslosesten Schlachten des Zwei­ten Weltkriegs“ – stellte er unter an­de­rem fest, dass sie „unter militärischen As­pekten vieler Elemente der Ratio­nalität entbehrte.“ Er verwahrte sich aber entschieden dagegen, die Ereig­nisse von damals als Befreiung umzudeuten. „Es handelte sich um eine Er­stürmung, Budapest fiel durch Waffengewalt in die Hände der Sie­ger – die sich danach auch so benahmen.“
Beim zweiten Teil der Veranstal­tung auf dem Innenhof des benachbarten militärhistorischen Museums hielt der ehemalige Parlamentarier und Vorsitzende des Verteidigungs­aus­schusses, Zsolt Lányi, in Ver­tr­e­tung der Veteranenverbände eine kurze Ansprache. In ihr wies er nachdrück­lich darauf hin, dass es den Teil­nehmern auf der Verteidigerseite – ungeachtet aller späteren, „in gut geheizten Historikerzimmern“ vorgenommenen nachträglichen Deu­tun­gen – damals ausschließlich um die Verteidigung des heimatlichen Bo­dens gegangen sei. An dieser Stelle schuf er sogleich eine Brücke in die Gegenwart, indem er darauf hinwies, dass es auch heute wieder um die Verteidigung der Heimat gehe.
Allerdings hätten sich dabei die Bedingungen wesentlich verbessert: „Wir haben damals unser Leben ris­kiert. Aber was riskieren wir heute? Dass wir nicht so viel tanken können oder etwas weniger essen!“. Bei dem Kampf heute gehe es um nichts anderes, als eine bessere Zukunft zu schaffen. An dieser Stelle protestierte er dagegen, dass dieses ehrliche Enga­ge­ment diskreditiert wird: „Im Na­men der ungarischen Regierung und der ungarischen Nation verbitte ich es mir, dass ein schäbiges Lum­pen­gesindel das EU-Parlament zu seiner Spielwiese macht und ihr Spiel mit uns treibt.“ Kämpferisch schloss er seine Ansprache mit den Worten: „Als Veteran sage ich hier und in aller Deutlichkeit: Hände weg von Un­garn! Lasst uns in Frieden! Lasst uns uns entwickeln und leben!“.

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Die traditionalle Gedenkfeier des vor 67 Jahren erfolgten Ausbruchs der letzten deutschen und ungarischen Verteidiger Budapests aus dem Burg­viertel fand am vergangenen Montag auf dem Kápisztrán Platz im burgviertel statt. Die Erinnerung an das Ende der Schlacht um Budapest bot heuer gleich zwei Premieren: zum einen war das ungarische Verteidigungsministerium diesmal offiziell vertreten, zum anderen zum ersten Mal auch mehrere EU-Botschaften.

Vertreter von Rumänien, Rußland, Großbritannien, den USA und Deutschland (v.l.) ehren die Opfer der Schlacht um Budapest.

Seit der erstmaligen Veranstaltung der Gedenkfeier – 2005 aus Anlass des 60. Jahrestages – hatten diese Institutionen stets einen mehr oder weniger weiten Bogen um die Ver­anstaltung gemacht. Nicht zuletzt, weil man die Mühe scheute, zwischen dieser würdigen und vollends politisch korrekten Veran­staltung und tatsächlichen neofaschistischen Veranstaltungen, die ebenfalls alljährlich um den Ausbruchstag herum stattfinden, zu differenzieren. Im letzten Jahr hat laut deutscher Botschaft dann aber nur noch das Problem bestanden, dass man keine Einladung erhalten hat. Einen solchen Hinderungsgrund gab es in diesem Jahr jedoch nicht mehr. So erhielten die Botschaften von sieben potenziell an einer Teilnahme interessierten Ländern direkt vom Vertei­digungsministerium eine Einladung. Die Bundesrepublik, die USA, Großbritannien, Russland und Ru­mä­nien nahmen sie an und waren bei der Veranstaltung durch ihre M­i­li­tär­attachés oder deren Stellvertreter anwesend.

Veteranenvertreter Zsolt Lányi: “Es ging den Verteidigern damals ausschließlich um die Verteidigung des heimatlichen Bodens.”

Die zentrale Rede wurde in diesem Jahr nicht wie bisher vom Bürger­meister des 1. Bezirks, sondern von Szarka Gábor, Kabinettchef im Ver­teidigungsministerium, gehalten. In seiner politisch überaus ausgewogenen Rede zollte er allen Opfern der damaligen Ereignisse gleichermaßen Respekt, so auch jenen, die „auf rassischer Grundlage und wegen ihrer Abstammung in den schweren Tagen der Schlacht um Budapest an der Donau erschossen worden waren.“ Zur Schlacht selber – „eine der hoffnungslosesten Schlachten des Zwei­ten Weltkriegs“ – stellte er unter an­de­rem fest, dass sie „unter militärischen As­pekten vieler Elemente der Ratio­nalität entbehrte.“ Er verwahrte sich aber entschieden dagegen, die Ereig­nisse von damals als Befreiung umzudeuten. „Es handelte sich um eine Er­stürmung, Budapest fiel durch Waffengewalt in die Hände der Sie­ger – die sich danach auch so benahmen.“
Beim zweiten Teil der Veranstal­tung auf dem Innenhof des benachbarten militärhistorischen Museums hielt der ehemalige Parlamentarier und Vorsitzende des Verteidigungs­aus­schusses, Zsolt Lányi, in Ver­tr­e­tung der Veteranenverbände eine kurze Ansprache. In ihr wies er nachdrück­lich darauf hin, dass es den Teil­nehmern auf der Verteidigerseite – ungeachtet aller späteren, „in gut geheizten Historikerzimmern“ vorgenommenen nachträglichen Deu­tun­gen – damals ausschließlich um die Verteidigung des heimatlichen Bo­dens gegangen sei. An dieser Stelle schuf er sogleich eine Brücke in die Gegenwart, indem er darauf hinwies, dass es auch heute wieder um die Verteidigung der Heimat gehe.
Allerdings hätten sich dabei die Bedingungen wesentlich verbessert: „Wir haben damals unser Leben ris­kiert. Aber was riskieren wir heute? Dass wir nicht so viel tanken können oder etwas weniger essen!“. Bei dem Kampf heute gehe es um nichts anderes, als eine bessere Zukunft zu schaffen. An dieser Stelle protestierte er dagegen, dass dieses ehrliche Enga­ge­ment diskreditiert wird: „Im Na­men der ungarischen Regierung und der ungarischen Nation verbitte ich es mir, dass ein schäbiges Lum­pen­gesindel das EU-Parlament zu seiner Spielwiese macht und ihr Spiel mit uns treibt.“ Kämpferisch schloss er seine Ansprache mit den Worten: „Als Veteran sage ich hier und in aller Deutlichkeit: Hände weg von Un­garn! Lasst uns in Frieden! Lasst uns uns entwickeln und leben!“.
Jan Mainka

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