Neue Parkverordnung. Am vergangenen Mittwoch veränderte der Budapester Stadtrat die Parkordnung der Hauptstadt in 5 Punkten. Demnach können nur noch diejenigen Anwohner eine Parkgenehmigung, Warte- oder Einfahrerlaubnis erhalten, die im Zeitpunkt der Antragstellung keine offenen Strafzettel fürs Falschparken besitzen. Des Weiteren wurde die Zahl der Warte- oder Einfahrgenehmigungen von 400 auf 500 erhöht, um so auch weiterhin das kostenlose Parken in der Stadt zu sichern. Da nur wenige mit Karte zahlen möchten, werden Parkautomaten, die auch Bankkarten akzeptieren, nicht zur Pflicht erklärt; außerdem wären die Kosten für die Gemeinden unverhältnismäßig hoch. Außerdem wurden die Öffnungszeiten der Parkgesellschaften vereinheitlicht. Die Hauptstadt will auch die Parkgebühren auf den Rakparts überprüfen, da diese nicht zu 100% genutzt würden.
Zukunft der Obdachlosen. Am vergange-nen Mittwoch kündigte der Stadtrat 11 Obdachlosenorganisationen in Budapest die Verträge. Die zivilen Organisationen kümmerten sich primär um die Verpflegung und Betreuung von Obdachlosen, was nun damit in Gefahr ist. Der Oberbürgermeister István Tarlós betonte, dass die Frage der Obdachlosen nicht „kompliziert wäre“, und die aus den „Unterführungen entfernten Personen schließlich eine Unterkunft angeboten“ bekommen hätten. Deswegen wären die Maßnahmen nicht „inhuman“. Des Weiteren werde ein neues Konzept für die Versorgung der Obdachlosen von der Stadtregierung ausgearbeitet. Die 18 gekündigten Verträge haben eine Kündigungsfrist von 8 Monaten.
Neues von der BKV. Wie der Budapester Stadtrat am vergangenen Mittwoch einstimmig beschloss, bekommen die Budapester Verkehrsbetriebe (BKV) 11 Mrd. Ft. als Unterstützung von der Hauptstadt. Von diesem Geld sind 3,9 Mrd Ft. für die Erneuerung der Strecken, 4 Mrd. Ft. für die Überholung der Fahrzeuge und Straßenbahnen und der Rest für neue Busse eingeplant. Dem BKV soll die Summe innerhalb von 10 Tagen überwiesen werden. Wie einen Tag später bekannt wurde, hat die Modernisierung jetzt schon begonnen. Auf der Metrolinie 3 wurde die Tonbandaufnahme, die vor dem Schließen der Türen warnt, probeweise in einem Zug ausgewechselt; die alte Aufnahme war teilweise unverständlich. Auf der Linie 2 gibt es bereits seit 2007 eine andere Ansage, wie auch für die Busse und Straßenbahnen seit 2009 neue Aufnahmen bereit stehen. Die BKV zahlte für neue Tonbandaufnahmen bereits 5 Mio. Ft., obwohl die alten Fahrzeuge diese nicht abspielen können. Nur in der neuen Combino können die Fahrgäste die neuen Aufnahmen hören. Vergangenen Freitag gaben die Verkehrsbetriebe bekannt, dass sie sich mit den Gewerkschaften über die diesjährige Gehaltserhöhung geeinigt haben. Diese betrifft 12.000 Mitarbeiter, die unter 300.000 Ft. brutto verdienen; die Mitarbeiter, die mehr Gehalt beziehen, bleiben außen vor.





