„Junge Talente gemischt mit alten Profis“

Zum elften Mal plant der Radiosender MR3 in diesem Jahr das Jazzfestival in Zsámbék. Vom 2. bis zum 30. Juli werden vor der Kirchenruine wieder Freitag für Freitag die talentiertesten Jazzmusiker Ungarns die Menge begeistern. Die Organisatoren versprechen Jazz für und von jeder Altersgruppe.

Das Jazzfestival in Zsámbék hat sich seit 2000 einen besonderen Ruf erarbeitet. Bekannte Jazzmusiker aus Ungarn und anderen Ländern locken viele Kulturinteressierte in die kleine Gemeinde südwestlich von Budapest, um dort vor der einzigartigen Kulisse der Kirchenruine Jazzkonzerten zu lauschen.
Róbert Malischik, der Redakteur für Jazz bei MR3 sprach von einem „generationsübergreifenden Angebot“ an Künstlern, die zwischen zwanzig und sechzig Jahre alt sind. Als „manischem Talentunterstützer“ liegen ihm besonders die jungen Talente am Herzen. Umso mehr nagt es an ihm, dass die am 2. Juli beim Eröffnungskonzert auftretenden zwei Nachwuchsbands nicht von ihm entdeckt wurden. Der Organisator erklärte, dass Janka Vörös, die Sängerin der Janka Vörös Group, wahrscheinlich von ihren Vater mit Jazz „genetisch infiziert“ wurde. Die gesamte Familie vom Großvater über den Vater bis zur Patentante hat etwas mit Musik zu tun. Auch das Áron Tálas Trio aus Miskolc ist trotz seiner Jungend „ausgezeichnet“. Das Auswahlkriterium war ihr „großes Talent und ihre durchschlagende Wirkung“. Abgerundet wird der Abend durch den Auftritt des beliebten Dresch Quartetts, welches schon sieben Mal am Festival teilgenommen hat.
Das Programm wird am 9. Juli mit dem inzwischen europaweit bekannten Péter Sárik Trio fortgesetzt. Den Abend vervollständigt dann das Budapest Jazz Orchester, das „selbst internationale Stars zu verblüffen vermag“ schmunzelte der Organisator. Dieses Jahr treten sie mit Butch Lacy, einem amerikanischen Pianisten und zwei fantastischen ungarischen Sängerinnen, Orsolya Urbán und Linda Kovács auf.
Einen „populären Abend“ verspricht Malischik am 16. Juli. Das Bálint Bársony-Attila Juhász Quintett musiziert im Sunshine Jazz Stil mit vielen klassischen Jazz-Elementen der 30er und 40er Jahre. Auch von Veronika Harcsa, der „Sängerin, die die meisten Besucher anzieht“, wird Großes erwartet.
Zwei herausragende junge Gitarrenvirtuosen treten am 23. Juli auf. Márton Fenyvesi spielt einen etwas moderneren Jazz, Roland Balogh ist Gewinner des Jazz Festival Gitarrenwettbewerbs von Montreux 2009. Ihnen folgt der „große Veteran“ der Gitarre, Gyula Babos, der zusammen mit Mónika Veres (Gesang) auftritt.
Den Abschluss machen am 30. Juli das Nikoletta Sz?ke Quartett und die Jazz Nagykövetek („Die Botschafter des Jazz“). Malischik bezeichnete Nikoletta Sz?ke als „talentierteste Sängerin Ungarns“, was durch ihre Erfolge in Ungarn und Japan unterstrichen werden kann. Die Jazz Nagykövetek wurden von dem bekannten Pianisten Béla Szakcsi Lakatos und der kubanischen Sängerin Elsa Vallé ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieser temperamentvollen Künstlerin verspricht die Abschlussband ein furioses Ende des Zsámbék Jazz Open 2010.
Jazz Open 2010
Zsámbék, Kirchenruine
Corvin János utca
Bei schlechtem Wetter
werden die Konzerte im
Zsámbéker Kulturhaus
stattfinden




