Männer aus dem Norden

Feinste Indie-Musik plus ein Mann, der einen einfach mitreißt. Das wird einem am 22. Juni auf dem Kulturschiff A38 geboten, wenn die Norweger, die mittlerweile ihren Wohnsitz nach Berlin verlagert haben, zu Gast sein werden. Die Rede ist von The Whitest Boy Alive!
Hinter diesem Namen versteckt sich vor allem einer: Erlend Oye, der in der Vergangenheit besonders mit elektronischen Klängen auf sich aufmerksam machte. Angefangen als DJ, später als Sänger von Kings Of Convenience, erspielte er sich bereits eine beachtliche Fangemeinde. Nach der Veröffentlichung seines Soloalbums „Unrest“ im Jahr 2003 entschloss er sich die elektronischen Einflüsse einmal etwas außen vor zu lassen, dafür aber die Indie-Klänge auszupacken. In klassischer Bandbesetzung Gitarre-Bass-Drums-Gesang und mit ein paar Synthies kommen The Whitest Boy Alive daher und haben einen großen Vorteil gegenüber anderen Indie-Bands: Sie haben Erlend Oye, den Mann mit der unverkennbaren Stimme und dem unvergleichlichen Aussehen, der weiß, wie man die Menge in seinen Bann zieht.
Ihr erster Release als neue Band erschien auf dem französischen Label Kitsuné, auf dem auch junge Bands wie Two Door Cinema Club, Cut Copy, The Drums oder Digitalism zu finden sind. Die zunächst immer noch klar erkennbaren elektronischen Einflüsse der Band entwickeln sich immer mehr in Richtung natürliche Instrumente. Ihr Sound wurde mehr und mehr eigenständiger und mit Marcin Öz am Bass, Sebastian Maschat am Schlagzeug sowie Daniel Nentwig am Rhodes-Piano und an den Synthesizern, fand Erlend Oye die richtigen Mitstreiter für sein Bandprojekt. 2006 veröffentlichten sie ihr Debüt-Album „Dreams“ auf dem deutschen Label Bubbles. Diesem folgte 2009 das Album „Rules“. Die Band tourte ausgiebig durch Europa, spielte vor großem Publikum auf Festivals wie dem Benicassim in Spanien und dem Melt! in Deutschland.
Nun sind The Whitest Boy Alive erneut auf Tour und beehren dabei vor allem auch osteuropäische Städte. Nach Stopps in Bukarest und Belgrad kommen die Jungs am 22. Juni um 21 Uhr auf den Kulturschiff A38. Tickets gibt es im Vorverkauf für 3.500 Forint sowie für 4.000 Forint an der Abendkasse.




