Öffentlichkeit hilft Stadtverwaltung auf die
Sprünge
Zu einem äußerst
ungewöhnlichen Schritt entschloss sich das Kulturzentrum Gödör Klub, nachdem
die Stadt- und Bezirksverwaltungen seine Tätigkeit geradezu unmöglich gemacht
hatten: Nachdem dem Kulturzentrum die provisorische Ausschank-Erlaubnis
entzogen worden war, führten die Organisatoren eine „Stadtfete“ ein. Wie bei
einem Picknick sollten die Gäste ihre Getränke und Speisen selbst mitbringen.
Die Aktion sorgte für Aufsehen und prompt waren die Zuständigkeiten geklärt:
Seit vergangenem Donnerstag habe der Gödör Klub eine richtige Genehmigung,
berichtete das Nachrichtenportal index.hu.
Fünf Jahre lang
funktionierte die Bar des Kulturzentrums Gödör Klub mit einer provisorischen
Erlaubnis. Der Grund: Für die letzte Genehmigung fühlte sich niemand zuständig.
Diese hätte der Eigentümer der Immobilie am Erzsébet tér, die Verwaltung der
Hauptstadt, erteilen müssen. Diese bezog sich allerdings darauf, dass sie „das
Eigentum nicht angenommen“ habe, die Verwaltung diskutiere über die
Eigentümerrechte bereits seit acht Jahren mit dem Kulturministerium.

Vor zwei Wochen
ließ dann der Verwaltungsdirektor des fünften Bezirks die Bar schließen, sodass
der Club seine Konzerte und Festivals ohne Bar ausrichten musste. Kein Problem
für die Organisatoren: Sie kürten sich vergangene Woche zur größten „Fete“ der
Stadt. Dies bedeutet: Jeder soll seine Getränke, Gläser und Speisen selbst mitnehmen,
was einige Tage lang auch gut funktionierte. Das Kulturzentrum war trotz
fehlender Bar überfüllt – was wohl auch der Medienresonanz der Aktion zu
verdanken war. Nach fünfjährigem Tauziehen um eine Genehmigung half aber genau
diese Aktion, das Problem zu lösen: Am vergangenen Donnerstag wurde die
Erlaubnis für den Betrieb der Bar doch noch erteilt. Damit ist die Zukunft des
Gödör Klubs gerettet. Das Problem wurde in einer Sitzung des Stadtrates am
vergangenen Donnerstag gelöst. Der Ausschuss für Entwicklungsschwerpunkte
erteilte die notwendige Genehmigung.




