Die eigentliche
„Carmina Burana“ ist eine Sammlung von über 240 Texten aus dem Jahr 1230.
Dramen, Minnegesänge, aber auch Trinklieder und Texte über Frühling oder Moral
befinden sich darunter. Carl Orff vertonte 1935 eine Auswahl von 24 dieser
überwiegend in Mittellatein verfassten Stücke.
Durch ihn wurde die
mittelalterliche Sammlung bekannt, aber die Interpretation der Carmina Burana
ist damit noch nicht abgeschlossen. Das Zeitgenössische Ballett Szeged führt
die Carmina Burana mit der Musik Carl Orffs jetzt in einem Tanzspiel auf. In
nur einem Akt widmet sich das Ballett dem umfassenden Werk. Und auch die
szenische Darstellung ist ungewöhnlich, wird doch Orffs Chorwerk sonst vor
allem als Konzert aufgeführt. Man darf also gespannt sein, wenn die Tänzer
einen Einblick in das „ritualisierte Leben einer menschenähnlichen,
barbarischen Gemeinschaft, die auf den Ruinen einer Zivilisation ihr Leben
fristet und ums Überleben ringt“ geben, wie Choreograph Tamás Juronics
formulierte. Der Palast der Künste zeigt die Vorstellung am Dienstag, dem 17.
Juni um 19 Uhr. Karten kosten zwischen 1.200 und 3.500 Ft.
Palast der Künste
Festivaltheater
IX.Komor
Marcell sétány 1
Tel.: 555 3000
www.mupa.hu





