Népszabadság: Unter dem
Titel ,,Omen“ sinniert György Bugyinszki über den Abgang von Kabinettchef
Zoltán J. Gál:
,,Fakt ist, dass
jemand aus Gyurcsánys engstem Vertrautenkreis jemand ausgeschieden ist. Für den
Regierungschef wird die Luft immer dünner. (…) Gleichzeitig werden aber auch
die Sauerstoffflaschen immer weniger.“
Magyar Nemzet: In der
rechtskonservativen Zeitung schreibt Miklós Ugró unter dem Titel
,,Urlaubszwang“ über dasselbe Thema:
,,Niemand auf der
Welt wird Zoltán J. Gál eine Träne nachweinen. Es ist bekannt, dass in der
Partei (MSZP) nur der Ministerpräsident ein freundschaftliches Verhältnis mit
dem äußerst arroganten und überheblichen jungen Mann pflegt. (Similis simili
gaudet) Nun hat aber auch Gyurcsány Gáls kleines Pfötchen losgelassen. Soll
doch der Junge hinaus in die Welt gehen, um das zivile Leben kennenzulernen. In
zwei bis drei Monaten kehrt er ohnehin zurück. Als Begründung für den Abgang,
hieß es, dass Gál als Jungvater mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wolle.
Die Masche mit dem Neugeborenen ging auch schon bei András Batiz (ehemaliger
Regierungssprecher) auf.“
Magyar Hírlap: Die
konservative Zeitung macht sich in einem Leitartikel unter dem Titel ,,Panik
der Trafikanten“ Gedanken über das Referendum am 9. März:
,,Der März kann
alles bringen: sogar die Möglichkeit, dass die linksliberalen Politiker, selbst
wenn sie den blinden Glauben ihrer Vorgänger vererbt bekommen haben, die Welt
morgen nicht aus den Angeln heben werden. Sie haben unserer kleinen Welt,
diesem Land, bereits genug Schaden zugefügt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass
die Winde im März für die heutige Macht
besonders ungünstig sein werden.“
Népszava: In der linken
Zeitung reflektiert György Sebes über die Referendumshysterie, Titel:
,,Wallungen“:
,,Eines ist
sicher: Die vom Volk gewählten Abgeordneten sind ungeeignet, ihrer Funktion
gerecht zu werden. Nicht nur die Mitglieder der Regierungsparteien, sondern
auch jene der Oppositionsparteien. Das Volk ist gezwungen – mit einer
wachsenden Zahl von Abstimmungen –, die Richtung zu weisen. Vom MDF ist es
daher müßig zu behaupten, es sei ein Verfechter der parlamentarischen
Demokratie, und dass die Probleme innerhalb des Parlaments gelöst werden
müssten. Auch die kleine Oppositionspartei wird letztlich vom Strom
mitgerissen. Es verwundert kaum, dass der Wähler – zumindest die Mehrheit –
sich verdutzt die Augen reibt.“



