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Barbara Dennerlein

Orgel-Tornado

Anfangs nannte
man sie nur den ,,Orgeltornado aus München“ – Barbara Dennerlein, die ihre
Karriere vor rund 20 Jahren in einem kleinen Jazzclub in München begann, gilt
inzwischen nicht nur in der bayerischen Hauptstadt als bedeutende
Orgelvirtuosin. Sie zählt weltweit zu den herausragendsten Musikern, die auf
der Hammond B3-Orgel spielen. Am Donnerstag, dem 31. Januar tritt Barbara
Dennerlein um 19.30 Uhr im Palast der Künste auf.

 

Jahrzehntelang
wurde die Hammond-Orgel vernachlässigt, sogar als anachronistisch belächelt.
Erst in den vergangenen 15 Jahren erlebte sie ihre Renaissance. Barbara
Dennerlein hatte ihre erste Begegnung mit dem Instrument aber bereits
wesentlich früher: im Alter von 11 Jahren, als sie zu Weihnachten eine
einmanualige, elektronische Orgel bekam. Das Instrument hatte sofort ihr
kindliches Interesse erweckt, so dass sie gleich mit dem Orgelunterricht
begann. Dabei entdeckte sie eine Hammond-Orgel mit zwei Manualen und Pedal und
bat ihre Eltern, eine größere Orgel zu kaufen. Ihre Begeisterung riss nicht ab:
Mit 15 Jahren erhielt sie bereits ihr erstes Engagement in einem Jazzclub.

 

Virtuoses Pedalspiel

Schon in jungen
Jahren etablierte sich Barbara Dennerlein in der Münchener Jazzmusikszene, bald
war sie unter dem Namen ,,Orgeltornado aus München“ bekannt. Anfang der 1980er
Jahre erschienen ihre ersten Alben, teilweise unter ihrem eigenen Label
,,Bebab“. Bei ihren internationalen Auftritten begeisterte sie auch das ausländische
Publikum. In den 90er Jahren festigte sie ihre weltweite Präsenz mit drei neuen
Alben, die sie für das internationale Jazz-Label ,,Verve“ aufnahm. Die
Fachpresse wunderte sich, wie die deutsche Hammond-Organistin sich so
etablieren konnte: ,,How did this fraulein get so funky?“, schrieb die
amerikanische Zeitschrift Harper’s Bazaar noch vor einigen Jahren. Inzwischen
wundert sich keiner mehr über die Ausnahme-Organistin, die nicht nur ihre
Lieder, sondern auch ihre Spielart neu erfand. Bekannt ist die 42-Jährige vor
allem für ihr virtuoses Pedalspiel und ihre Improvisationen. Wer sich vom
Talent der deutschen Jazzmusikerin überzeugen möchte, sollte sich das Konzert
an diesem Donnerstag im Palast der Künste nicht entgehen lassen. 

 

Palast der Künste

IX. Komor Marcell utca 1

Tel.: 555 3001

www.mupa.hu

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